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15. August 2016

Schlagseite im Indianerbeet

Die Pflanzenkombi Mais, Stangenbohnen und Kürbisse hat sich als Schuss in den Ofen entpuppt.

Vor den langen Bohnenranken ist nichts sicher.
Vor den langen Bohnenranken ist nichts sicher.
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Bei den Indianern Nordamerikas war es Usus, Mais, Stangenbohnen und Kürbisse gemeinsam anzubauen. Ersterer diente zweiteren als Kletterhilfe, und gemeinsam sorgten sie für genügend Schatten für den dritten. Oder so.

Keine Ahnung, ob es daran liegt, dass der Bohnebluescht-Garten bekanntlich nicht in Nordamerika, sondern im Zürcher Oberland liegt – aber auf jeden Fall muss ich rückmelden, dass mein indianischer Testlauf ein Schuss in den Ofen war:

Die Kürbisse sind erst gar nicht gewachsen (was an den immer wieder tiefen Temperaturen zwischendrin liegen mag), der Mais zwar schon. Aber, und das ist mein grosses Aber, extrem schief. Dies, weil die hinaufrankenden Bohnen sich jeweils nicht mit einer Maisstaude begnügt haben, sondern gleich noch zum Nachbarn rübergehangelt sind. Das Ergebnis ist ein wildes Knäuel an Bohnenranken, die sich um mehrere Maispflanzen gleichzeitig schlingen und dies teils sogar wieder nach unten ziehen.

Ob das im Sinne von Winnetou & Co ist? Ich bezweifle es.

Als erste Hilfe hab ich jetzt ein paar Tomatenstangen in den Boden gerammt und die Maispflanzen mit Schlagseite daran festgebunden. So können die Kolben wenigstens reifen, ohne auf die Erde heruntergezogen zu werden.

Stangenbohnen hab ich bis jetzt übrigens auch noch keine entdeckt - aber immerhin ein paar Blüten.

Ich bleibe dran.