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15. Mai 2017

Schatzsuche auf dem Datingmarkt

Ob Flirt, Sex oder Partner fürs Leben: Rund 400 Singlebörsen, Partneragenturen und Apps bieten ihre Dienste in der Schweiz an. Über eine Million Schweizerinnen und Schweizer nutzen sie rege. Mit Erfolg: Bereits jede achte Beziehung begann im Internet – und die Anbieter machen Kasse. 

Auf welcher Plattform
Auf welcher Plattform könnte man den Partner finden? (Bild: Getty Images)

Datingplattformen gibt es seit rund 15 Jahren. Mittlerweile hat sich die Partnersuche online etabliert. 675'000 Schweizerinnen und Schweizer tummeln sich jeden Monat auf Datingportalen. Weitere 490'000 sind online explizit auf der Suche nach Sex. Daneben nutzen rund 40'000 Gaydatingsites.

Ihnen allen stehen hierzulande etwa 400 Anbieter zur Verfügung, die einige Hundert bis mehrere Tausend Nutzer haben. Die meisten sind kleine Kontaktanzeigenseiten. Die grössten Anbieter sind Parship mit 500'000 und Elitepartner mit 225'000 registrierten Mitgliedern in der Schweiz.

Flirt, Sex oder Partnerschaft?
Das Geschäft mit der Liebe ist lukrativ: 2016 hat die Branche in der Schweiz 40,8 Millionen Schweizer Franken umgesetzt, Tendenz steigend. Am besten verdienen Partnervermittlungen wie Parship, Elitepartner oder eDarling, die Singles auf der Suche nach einem Lebenspartner Kandidaten vorschlagen, die laut ausgeklügeltem Matchingverfahren zueinander passen. Den zweitgrössten Anteil am Kuchen haben Datingportale wie C-Date, Joyclub, The Casual Lounge, die Sexkontakte vermitteln. Darauf folgen auf dem Smartphone genutzte Flirtservices wie Tinder, Lovoo und Badoo, die vor allem Jüngere ansprechen.

Das Geschäft mit der Liebe ist lukrativ: 2016 hat die Branche in der Schweiz 40,8 Millionen Schweizer Franken umgesetzt, Tendenz steigend. Am besten verdienen Partnervermittlungen wie Parship, Elitepartner oder eDarling, die Singles auf der Suche nach einem Lebenspartner Kandidaten vorschlagen, die laut ausgeklügeltem Matchingverfahren zueinander passen. Den zweitgrössten Anteil am Kuchen haben Datingportale wie C-Date, Joyclub, The Casual Lounge, die Sexkontakte vermitteln. Darauf folgen auf dem Smartphone genutzte Flirtservices wie Tinder, Lovoo und Badoo, die vor allem Jüngere ansprechen.

Plattformen für fast alle
Auch Anbieter, die sich auf bestimmte Zielgruppen spezialisiert haben, florieren. Die Top 3 sind 50plus-Treff.ch, Celibataire.ch und Gay-parship.ch. Plattformen wie Singlemit-kind.ch (14'000 Mitglieder) oder Datearentner.ch (2000) sind ebenfalls beliebt. «Wer eine Nische seriös und gut bedient, kann Erfolg haben», sagt Daniel Baltzer (44) vom Singleboersen-Vergleich.ch. Seit sechs Jahren analysiert der Informatiker, der im Onlinemarketing tätig ist, den Liebesmarkt im Netz. Wo nicht anders erwähnt, stammen die Zahlen aus seiner aktuellen Studie.

So breit die Angebotspalette ist, so unterschiedlich sind auch die Nutzer: Die ursprüngliche Zielgruppe der 30- bis 50-Jährigen hat sich in beide Richtungen ausgedehnt. Da sind die Heavy-Metal-Fans oder Tierfreunde, die Gleichgesinnte suchen. Ältere Frauen, die ein Auge auf jüngere Männer geworfen haben. Oder diejenigen, die ihre Partnersuche nach Osteuropa oder Asien ausweiten.

Bereits 13 Prozent aller Beziehungen beginnen im Internet. Es steht damit auf Platz 4 der Kennenlernorte, nach Freizeit, Ausgang und Arbeit. Die Aar­gauer führen die Rangliste bei Beziehungen, die online entstanden sind, mit 21 Prozent an.

ONLINEDATING

Datingmarkt in der Schweiz (Quelle: singleboersen-vergleich.ch)

Diese Angebote werden am meisten genutzt:
34,1 Prozent nutzen mobile Flirtservices.
32,5 Prozent suchen erotische Kontakte.
19,8 Prozent nutzen eine Partnervermittlung.

Quelle: www.singleboersen-vergleich.ch

Autor: Monica Müller