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18. August 2014

Scharf schiessen

Welche Kamera für welchen Zweck? Drei Beispiele.

Nur für Vollprofis

Die Nikon D610.
Die Nikon D610.

Name: Nikon D610

Ziel: Fotos für höchste Ansprüche

Preis: ab 2200 Franken

+ Bildqualität, Einstellungsmöglichkeiten, beliebig erweiterbar, robustes Gehäuse

Bedienung, langsamer Live-View-Modus

Wasser und Sand können der Nikon D610 nichts anhaben. Das robuste Gehäuse der Spiegelreflexkamera schützt gut gegen widrige Umstände. Trotz ihres Gewichts von fast einem Kilogramm (mit Objektiv) liegt die Profikamera angenehm in der Hand, und alle wichtigen Knöpfe lassen sich mit dem Daumen erreichen. Nach dem Einschalten ist die Kamera nicht nur innert einer Sekunde bereit, sondern hat in dieser Zeit sogar schon auf das Motiv scharfgestellt. Überzeugend.

Die für versierte Fotografen verständliche Bedienung der Kamera wird einzig durch das zu klein geratene Steuerkreuz getrübt, ansonsten lässt das Handling keine Wünsche offen. Darüber hinaus gibts je einen Anschluss für Kopfhörer, Mikrofon sowie HDMI und zwei Steckplätze für SD-Karten. Gerade wer länger unterwegs ist, wird dieses Extra schätzen.

Wie es sich für ein Gerät mit Vollformatsensor in dieser Preisklasse gehört, überzeugt Nikons D610 durch starke Bildqualität. Einzig wer den Live-View-Modus nutzt, muss Geduld mitbringen.

Cleverer Allrounder

Die Canon EOS 1200D.
Die Canon EOS 1200D.

Name: Canon EOS 1200 D

Ziel: Erste Erfahrungen mit Spiegelreflex

Preis: ab 430 Franken

+ Clevere Lern-App für Apple und Android, günstiger Preis, einfache Bedienung, Haptik

kein W-Lan, Display fix verbaut, Kunststoffgehäuse

Genug von Kompaktknipsern und bereit für den nächsten Schritt? Dann kommt Canons Spiegelreflexkamera EOS 1200 D für Sie in Frage. Der Hersteller richtet sich mit dem Gerät an Anfänger und erleichtert ihnen die ersten Schritte mit der Gratis-App «Canon EOS Begleiter». Dank der dort integrierten Video-Tutorials lassen sich Einstellungsmöglichkeiten üben und schnell verinnerlichen. Ausserdem werden bei den meisten Menüpunkten kurze Hilfetexte auf dem Bildschirm eingeblendet. Nicht zuletzt stehen die von Kompaktkameras bekannten Motivprogramme zur Verfügung: gut fotografieren leicht gemacht.

Trotz des günstigen Preises für das Paket aus Kamera und Objektiv (beim Kauf auf Zusatz «IS» für Bildstabilisator achten) müssen Fotografen bei der Bildqualität keine nennenswerten Abstriche machen. Die Kamera «erbte» ihren guten Bildsensor von teureren, jedoch älteren Canon-Modellen.

Die rund 600 Gramm leichte Kamera liegt zwar gut in der Hand, ist aber mit ihrem Kunststoffgehäuse nicht besonders robust. Ausserdem lässt sich der fest im Gerät verbaute Bildschirm nicht ausklappen.

Hosensacktauglich

Das Nokia Lumia 930.
Das Nokia Lumia 930.

Name: Nokia Lumia 930

Ziel: Schnelle und gute Schnappschüsse

Preis: ab 500 Franken

+ Leicht, sehr kompakt, Motiv- und Filterauswahl, verschiedene Foto-Apps

Akku, Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen, Zoomfunktion

Schnappschüsse auf Städtereisen oder Wanderausflügen gelingen auch mit einem Smartphone wie dem neuen Nokia Lumia 930. In guten Lichtverhältnissen schiessen Handys schöne Bilder, die sich bis auf A3-Format vergrössert drucken lassen – wenn beim Fotografieren nicht gezoomt wurde. Wer will kann die Fotos noch auf dem Gerät bearbeiten oder einen Farbfilter hinzufügen, um dem Motiv das gewisse Etwas zu verleihen. Im Vordergrund der Smartphone-Fotografie steht die Anbindung an soziale Medien, um die Bilder sofort mit Freunden zu teilen. All das geht aber nur, solange der Akku hält.

Ausprobieren: Kamera-Kaufberatung von M-Electronics

Autor: Reto Vogt