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20. Oktober 2014

Salzburg ist die Hauptstadt der Weihnachtsmärkte

Bereits Mitte November geht es mit den Weihnachtsmärkten los. Deren Hauptstadt ist Salzburg, weil nirgendwo sonst die Auswahl grösser ist.

Menschenmassen am Dom- und Residenzplatz in Salzburg
Abends ist am Christkindlmarkt am Dom- und Residenzplatz fast kein Durchkommen mehr.

Die wichtigsten Salzburger Weihnachtsmärkte: Der Christkindlmarkt am Dom- und Residenzplatz (20.11.–26.12.) ist seit 1491 der grösste und älteste. Er lockt jährlich rund eine Million Besucher an und ist deshalb ein Markt der Massen, vor allem an den Adventswochenenden. Romantiker halten sich besser an den Hellbrunner Adventzauber (mit Bus 25 ab Mirabellplatz) rund um das Lustschloss Hellbrunn. Besonderheiten sind dort der Adventkalender an der Schlossfassade, Hunderte von Weihnachtsbäumen mit über 10’000 riesigen, roten Kugeln, das Adventcafé in der Orangerie sowie Ponyreiten und Guetslibacken für Kinder. Hoch über der Altstadt von Salzburg im Burghof der Hohensalzburg findet der Salzburger Festungsadvent statt (freitags, samstags und sonntags im Advent).

Viel Platz für die Besucher beim wenig bekannten Adventmarkt St. Leonhard im Dorf Grödig, das man mit dem Bus in einer halben Stunde ab Salzburg erreicht.
Viel Platz für die Besucher am wenig bekannten Adventmarkt St. Leonhard im Dorf Grödig, das man mit dem Bus in einer halben Stunde ab Salzburg erreicht.

Ein Geheimtipp ist der Adventmarkt St. Leonhard in Grödig (ebenfalls Bus 25, Fahrtzeit rund 30 Minuten, Station Untersbergbahn aussteigen, samstags von 11 bis 19 Uhr und sonntags von 14 bis 19 Uhr im Advent). Hier, im Schatten der Wallfahrtskirche und sieben Kilometer von Salzburg entfernt, hat es wenig Touristen, aber auch nur 25 Stände mit lokalem Kunsthandwerk und Köstlichkeiten. Es lohnt sich, rechts vom Eingang der Kirche die Ölbergkrippe zu bewundern. Der gesamte Ertrag des Adventmarkts kommt der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen zugute. Insgesamt sind so schon über 4 Millionen Euro zusammengekommen. Besser könnte man dem weihnachtlichen Gedanken nicht nachleben.

Beim Salzburger Adventsingen im Grossen Festspielhaus treten über 150 Sänger, Musikanten, Schauspieler und Kinder auf.
Beim Salzburger Adventsingen treten über 150 Sänger, Musikanten, Schauspieler und Kinder auf.

Zurück in Salzburg, empfiehlt sich das Salzburger Adventsingen ( www.salzburgeradventsingen.at ) im Grossen Festspielhaus – eine der bekanntesten Veranstaltungen, die weit im Voraus ausgebucht sein kann. Dieses Jahr wird es vom 28. November bis zum 14. Dezember aufgeführt. Mit über 150 Sängern, Musikanten, Schauspielern und Hirtenkindern wird das adventliche Geschehen aus einer neuen Perspektive betrachtet. Das diesjährige Programm «Der Sterngucker» rückt die menschliche Suche nach dem Licht des Friedens in den Mittelpunkt.

Die besten Adressen: Hotel & Villa Auersperg (abseits des Trubels und doch zentral, super Frühstücksbuffet, persönlicher Service). Preisgünstige, alternative Übernachtungsmöglichkeit: Motel One Salzburg-Mirabell. Modern interpretierte Küche mit Aussicht auf Salzburgs historisches Ensemble im Restaurant M32 auf dem Mönchsberg. Ein Dreigänger kostet dort mit Suppe, weihnachtlicher Weidegans mit Rotkraut und Knödelauflauf sowie zweierlei Strudel mit Sorbet 28 Euro. Im gleichen Gebäude wie das Restaurant befindet sich das Museum der Moderne. Rustikal und fast immer sehr gut besucht ist das Lokal Zum Fidelen Affen (Tafelspitz bestellen). Und Gourmets fühlen sich im siebten Himmel, wenn sie im «Carpe Diem» in der Getreidegasse dinieren. Im Parterre des Restaurants, das zum Red-Bull-Imperium gehört, befindet sich eine gut frequentierte Bar, im ersten Stock wird stilvoll getafelt.

Gut zu wissen: Anreise mit dem Railjet-Zug oder mit Intersky-Flug Zürich–Salzburg nonstop.

Autor: Reto E. Wild

Fotograf: Reto E. Wild