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08. März 2015

Saisoneröffnung am Gartenteich

Die Hochzeit der Grasfrösche findet früh im Jahr und pünktlich statt.

Grasfrosch beim Laichgeschäft
Grasfrosch beim Laichgeschäft
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Ein herrlicher Märzentag kündigt sich an. Verschmitzt blinzeln die ersten Weidenkätzchen in die wärmenden Sonnenstrahlen. Scharbockskraut, und Huflattich zaubern einen gelben Teppich unter die noch kahlen Heckensträucher. Ein feines, eher unscheinbares Gurren ertönt aus der Richtung vom Gartenweiher, auf dem am Morgen noch eine dünne Eisschicht lag.

Es ist nicht nur das Wetter, das die Grasfrösche zum Aufbruch bewegt, eine Art „innere Uhr“ ist wohl in erster Linie für das Hochzeitstreffen verantwortlich, das in vielen Weihern, ob'`s regnet oder schneit, zum immer gleichen Termin stattfindet. Ihre Laichballen, sie enthalten bis zu 2000 Eier, bilden im Frühjahr die Hauptnahrung für alle „Räuber“ im Teich. Ein Heer von fresslustigen Wasserinsekten wie Rückenschwimmer, Stabwanzen, Libellen – und Gelbrandkäferlarven, Wasserskorpione und Wasserkäfer nützen das frühe Nahrungsangebot.
Trotzdem werden es einige wenige Nachkommen dieser Froschgeneration schaffen, nach drei Jahren wieder zum Weiher zurückzukehren, um sich an ihrem Geburtsort fortzupflanzen.

Etwas später im Frühling werden sich dann auch ihre Verwandten, die Erdkröten, auf den Weg zum Laichgewässer begeben.