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02. April 2014

Säen vor den Eisheiligen? - doch gewagt!

Auf die Frage säen oder doch nicht säen, habe ich meine eigene Theorie. Mit ein paar Tricks und Tipps gelingt dies auch Ihnen. Auch wenn Frost und Schnee zu drohen scheinen.

Auf den Saatgutpäckli steht meist die Keimtemperatur, dies ist als erstes zu beachten. Dann steht die Frage, wo im Haus ist es so warm, konstant?

Ich keime Tomaten in der Stube bei 20°-22°, pikiere sie und stelle sie in den Estrich (18°). Erbsen säe ich im Vorraum (8-15°).
Kürbis, Zucchetti und Co. lasse ich in der Stube keimen. Vorausgesetzt, man hat Glück und hat den Platz dazu. So umgehe ich das abendliche Zudecken und tagsüber trocknet mir das Saatkistli auch nicht aus an der grellen Aprilsonne. Ich säe meist in Saatkistli oder direkt in Pikierschalen an, geeignet sind aber auch Quarkbecherli oder alle anderen Schalen, unbedingt mit Abzugloch.

Und eben: Die Keimtemperatur ist extrem wichtig, finde ich! Kistli schön beschriften mit Art und Sädatum, das erleichtert einem das Auseinanderhalten. Dazu verwende ich auch Glaceholzstängeli.
Und dann ist das kontrollieren wichtig. Evt. muss später pikiert werden, und wenn dann Zeit zum Auspflanzen ist, sind meist die Eisheiligen nicht mehr weit.
Ansonsten mindern Flies und Plastiktunnel den Schneedruck ab.

Und doch habe ich auf diese Art schon ab Mitte März etwas für meine grünen Finger (nicht nur Daumen). Da ich meine Gartenbeete auf fast 1000 Meter über Meer habe, ist dies eine erstaunlich gäbige Metode.
Und nun gute Saat!