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10. Juni 2013

Rot nach zehn Minuten

Je nach Typ unterscheidet sich die Eigenschutzzeit der menschlichen Haut. So finden Sie heraus, ab wann und wie Sie sich vor Sonnenlicht schützen müssen, um das Hautkrebsrisiko zu senken.

Das Sonnenlicht besteht aus krebserregender UV-Strahlung

Ein Sonnenbrand schmerzt nicht nur, sondern ist darüber hinaus auch gefährlich. Teile des Sonnenlichts bestehen aus ultravioletter Strahlung, die das Risiko für Hautkrebs erhöht. Aber nicht alle Menschen sind gleich stark gefährdet. Sie tragen, abhängig von ihrem Hauttyp, ein unterschiedliches Risiko. Ausserdem unterscheidet sich die Intensität der Strahlung je nach Tageszeit und Region.

Sechs Hauttypen

Die Eigenschutzzeit der menschlichen Haut hält der Sonne 10 bis 90 Minuten stand. Ordnen Sie sich anhand von Haut-, Augen- und Haarfarbe sowie der Häufigkeit von Sonnenbrand einem der sechs Hauttypen zu. Unabhängig davon empfiehlt die Krebsliga, sich immer mit Hut und Sonnenbrille zu schützen. Kinder sollten besonders gut geschützt sein, da wiederholte Sonnenbrände in den ersten 18 Lebensjahren das Hautkrebsrisiko zusätzlich erhöhen.

Hauttyp 1

Sehr helle Haut ohne Bräunung, oft Sonnenbrand und Sommersprossen. Helle Augen und blondes oder rötliches Haar. Eigenschutzzeit 10 Minuten.

Hauttyp 2

Helle Haut, langsame Bräunung. Sonst wie Hauttyp 1. Eigenschutzzeit 20 Minuten.

Hauttyp 3

Mittelhelle Haut, langsame Bräunung, manchmal Sonnenbrand. Helle oder dunkle Augen, braunes Haar. Eigenschutzzeit 30 Minuten.

Hauttyp 4

Bräunliche Haut, schnelle Bräunung, kaum Sonnenbrand. Dunkle Augen und dunkelbraunes oder schwarzes Haar. Eigenschutzzeit 45 Minuten.

Hauttyp 5

Dunkle Haut, selten Sonnenbrand. Dunkle Augen und schwarzes Haar. Eigenschutzzeit 60 Minuten.

Hauttyp 6

Schwarze Haut, sehr selten Sonnenbrand. Sonst wie Hauttyp 5. Eigenschutzzeit 90 Minuten.

Strahlungsindex der Schweiz

Wolken schützen nicht. Selbst bei verhangenem Himmel dringen die UV-Strahlen bis zur Erdoberfläche durch. Allerdings nicht zu jeder Tageszeit gleich: Zwischen 11 und 15 Uhr am Mittag ist die Strahlung am stärksten. Diese erhöht sich in der Nähe von reflektierenden Flächen wie Wasser oder Schnee zusätzlich. Anfällig sind ausserdem Wanderer, weil sich die Intensität der Strahlung pro 1000 Höhenmeter um 10 Prozent erhöht. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) veröffentlicht auf seiner Website einen tagesaktuellen UV-Index, der die Strahlungsstärke der einzelnen Schweizer Regionen und weiteren Ländern zeigt. Bereits ab einem mittleren Wert von 3–5 empfiehlt die Krebsliga Sonnenbrille und Sonnencreme. An einem normalen Sommertag gibt das BAG fast überall in der Schweiz einen Wert zwischen 8 und 10 an. In diesem Fall solle der Schatten gesucht und Aufenthalte im Freien reduziert werden.

Weitere Informationen: Sonnenschutz-Broschüre der Krebsliga

Autor: Reto Vogt

Fotograf: Reto Vogt