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05. Oktober 2015

Rollen Sie sich in Form!

Ihre Muskeln sind verspannt, das Bindegewebe gar beschädigt? Dann helfen gezielte Übungen mit einer Faszienrolle, um die Beschwerden zum Verschwinden zu bringen.

Frau mit Faszienrolle
Gezielte Übungen mit einer Faszienrolle helfen bei Muskelbeschwerden.

Schmerzen am Muskel- und Skelettsystem sind in den meisten Fällen auf Über- und Fehlbelastungen zurückzuführen. Statistisch gesehen ist das Risiko für eine Überbeanspruchung des Gewebes, sei es an Muskeln, Sehnen, Bändern oder Gelenken, nach einer vorherigen Verletzung am höchsten. Häufig wird die Ursache für die Problematik nicht behoben. Stattdessen kommen die Betroffenen immer wieder zur Behandlung in die Therapie. Diese wiederkehrenden Beschwerden sind frustrierend und können zur Aufgabe von Aktivitäten und zu einer Verschlechterung der Lebensqualität führen.

Wissenschaftlich betrachtet, ist die mögliche Ursache von wiederkehrenden Beschwerden eine Beschädigung des Bindegewebes. Dieses durchzieht den menschlichen Körper und umhüllt insbesondere unsere Muskeln wie ein Taucheranzug.

Verklebtes Gewebe lösen

Das Bindegewebe, auch Faszien genannt, verleiht Struktur und bildet durch die grosse Anzahl Rezeptoren und Nervenzellen, die unser Gehirn mit Sinnesempfindungen überschütten, das grösste Sinnesorgan. Es leitet Muskelkraft katapultartig weiter. Faszien können durch Belastung aus Alltag und Sport beschädigt oder verformt werden. Dies bezeichnet man auch als Verklebung.

Um diese Faszienverklebungen zu lösen und das Gewebe wieder in seine ursprüngliche Form zu bringen, leistet eine Faszienrolle sehr gute Dienste. Dieses 30 bis 45 Zentimeter lange und 15 Zentimeter dicke Instrument aus Kunststoff kann man selber anwenden: Durch langsames und gezieltes Bewegen lässt sich die ursprüngliche Ordnung der Faszien wiederherstellen. Diese Behandlung hat den gleichen Effekt wie das Lösen von Muskelverhärtungen durch eine intensive Massagebehandlung.

Der zeitliche Aufwand für diese Art von Behandlung ist erfreulich gering: 5 bis 10 Minuten pro Tag reichen häufig aus, das Resultat ist in der Regel sofort spürbar: weniger Schmerzen, verbesserte Beweglichkeit und eine erhöhte Bewegungskontrolle in den aktivierten Muskelgruppen.

Autor: Sebastian Cormier