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09. Februar 2015

Rega-Notarzt im Videointerview

Ivo Breitenmoser ist stellvertretender Chefarzt der Schweizer Rettungsflugwacht (Rega). Im Videointerview erklärt der langjährige Rega-Notarzt, wie Einsätze ablaufen und an welchen er sich besonders schmerzlich erinnert. Dazu zwei Porträts von Lawinen-Überlebenden im Migros-Magazin («Dem weissen Tod entronnen»).

13'793 Rettungseinsätze flog die Schweizer Rettungsflugwacht (Rega) im Jahr 2013 . Rund ein Viertel davon waren Rücktransporte mit Ambulanzjets oder Linienflugzeugen aus dem Ausland.

Weitaus häufiger (10'205) kommt jedoch der Helikopter innerhalb der Schweizer Grenzen zum Einsatz. Dort an Bord sind nebst dem Piloten ein Rettungssanitäter sowie ein Notarzt. Festangestellte bei der Rega fliegen im Schnitt zweimal täglich los, um Menschen nach Wander-, Wintersport- oder Bergunfällen zu retten. Das sagt Notarzt Ivo Breitenmoser zu Migrosmagazin.ch.

Im Videointerview erklärt der stellvertretende Rega-Chefarzt, wie schnell das Einsatzteam nach einem Anruf auf die Nummer 1414 bereit sein muss, was vor Ort geschieht und welchen Einsatz er nie vergisst.

Ob sich Breitenmoser manchmal denke, der Verunfallte sei einfach wieder mal unvorsichtig gewesen, verneint er deutlich. Aber es fällt auch der ehrliche Hinweis, dass der Unfallhergang intern ab und an thematisiert wird. Rega-Sprecher Philipp Keller ergänzt: «Die Rega verurteilt niemanden. Wir retten alle Menschen in Not, das ist unsere Aufgabe».

Autor: Reto Vogt