Archiv
29. Juli 2013

Prävention gegen Übergewicht: Dickes Lob

Ein Bericht der Uni Zürich zeigt: Die Prävention gegen Übergewicht im Kanton Zürich ist erfolgreich. Nun rücken die Kinder in den Fokus.

Monday Night Skate in der Stadt Zürich
Die Aktionen für mehr Bewegung im Kanton Zürich sind erfolgreich: So lockt etwa der Monday Night Skate in der Stadt Zürich jeden Montagabend zahlreiche Inlineskater auf die Strassen. (Bild: Keystone)

Die Plakate mit der Mahnung «Steigen Sie auf. Aber mit der Treppe» hingen neben den Rolltreppen offensichtlich am richtigen Ort, und die vielen Projekte der Zürcher Gemeinden mit Vitaparcours und Gesundheitswochen zeigten ihre Wirkung: Erstmals ist im Kanton Zürich die Zahl der Übergewichtigen nicht mehr gestiegen. Das zeigt der neuste Bericht des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich. Zwar sei die Zahl der übergewichtigen Zürcherinnen und Zürcher mit 31 Prozent nach wie vor hoch, aber anders als in anderen Kantonen stagniert sie wenigstens. Weshalb ist die Zürcher Prävention so erfolgreich? «Wir haben früher angefangen und mehr gemacht», vermutet Roland Stähli (63), Beauftragter des Kantons Zürich für Prävention und Gesundheitsförderung. «Bereits 2001 lancierten wir die Kampagne ‹Der Alltag prägt Ihre Gesundheit. Mit Bewegung, Ernährung, Entspannung›, und gleichzeitig erarbeiteten wir mit den Gemeinden von acht Zürcher Bezirken diverse Angebote dazu — diese Kombination zeigt nun erste Erfolge.»

Jetzt sollen mit Kampagnen Kinder angesprochen werden (www.leichter- leben-zh.ch). Auch im Kanton Zürich ist immer noch jedes fünfte Kind zu schwer, diejenigen in der Stadt noch ein bisschen schwerer als die Landkinder: «Sie haben weniger Bewegung, sitzen länger vor Bildschirmmedien, und manche werden sogar per Auto zur Schule gefahren.» Das soll sich ändern. Stähli nennt diverse Projekte, die geplant oder schon angelaufen sind: bewegte Schule mit viel Sport, gesunde Pausenernährung, Wasser statt Süssgetränke, Schulweg zu Fuss — lauter kleine, aber wirkungsvolle Massnahmen. Stähli ist überzeugt: «Es lohnt sich, schlechte Gewohnheiten früh zu unterbinden.»

www.leichter- leben-zh.ch

Autor: Claudia Weiss