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02. Februar 2015

Post-Dienst schafft Briefkästen ab

Sämtliche Post soll künftig nur noch im elektronischen Briefkasten landen. Wie das funktioniert und was bis dahin noch passieren muss – und ein Vorgeschmack, wie das ePost Office ausehen wird.

Der elektronische Briefkasten
Der elektronische Briefkasten soll den physischen in Zukunft komplett ersetzen.

Der Postmann hat ausgeklingelt. Stattdessen sollen «echte» Briefe in Zukunft durch digitale Post ersetzt werden. Bis es so weit ist, dürften indes noch viele Jahre vergehen. Den Anfang hat die Schweizerische Post mit ihrem Dienst «E-Post-Office» aber schon mal gemacht.

Interessierte Kunden können sich auf www.epostoffice.ch kostenlos registrieren und auswählen, ob sie Rechnungen, Offerten oder Informationen wie bisher auf Papier erhalten oder in elektronischer Form abrufen möchten.

Bis jetzt klappt das allerdings nur, wenn der Absender PostFinance heisst. «Mit anderen Firmen sind wir in Verhandlungen», sagt ein Post-Sprecher zum Migros-Magazin. Richtig interessant wird der Dienst also erst, wenn Behörden, Krankenkassen oder Versicherungen mit an Bord sind.

Die Post wird keine Couverts öffnen, um den Empfängern die Briefe in digitaler Form zukommen zu lassen. Damit sie ihren Zustellauftrag wahrnehmen kann, müssen die Absender ihre Dokumente über einen sicheren, elektronischen Kanal anliefern.

Aktuell steckt E-Post-Office noch in den Kinderschuhen, soll aber laufend ausgebaut werden.
So sind bereits heute Funktionen wie die Beantwortung oder Archivierung eingegangener Sendungen möglich. In einem nächsten Schritt soll laut Angaben der Post die Bezahlung von Rechnungen per Mausklick hinzukommen, wie sie regelmässige E-Banking-Nutzer schon längst kennen.

So sieht der elektronische Briefkasten der Post aus

Erste ePost Office-Ansicht
Erste ePost Office-Ansicht

Das Startfenster von E-Postoffice zeigt den Poosteingang und den verbleibenden Speicherplatz.

Zweite ePost Office-Ansicht
Zweite ePost Office-Ansicht

In den Einstellungen lassen sich Zugriffsrechte festlegen, zum Beispiel für Ferienabwesenheiten.

Dritte ePost Office-Ansicht
Dritte ePost Office-Ansicht

Für jede Post-Kategorie legen Sie einzeln fest, ob noch echte Briefe verschickt werden sollen oder digitale Post ausreicht.

Autor: Reto Vogt