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18. November 2013

Pony M.: «Ich will eine lustige Alte werden»

Unter dem Namen «Pony M.» schreibt Yonni Meyer auf Facebook humorvolle Kolumnen über Lust und Frust des Alltags. Und das mit Erfolg: Die Zürcherin hat bereits über 15'000 Fans.

Pony M. vor der Lugano Bar an der Ecke Langstrasse/Militär-Langstrasse
MEINE UMGEBUNG: «Das Langstrassen-Quartier ist sozusagen mein Ponyhof. Hier ist es laut und dreckig. Es stinkt. Und ich liebe es.»

Name: Yonni Meyer (31)
Sternzeichen: Wassermann
Wohnort: Zürich

Wieso wohnen Sie in Zürich?

Kantönligeist finde ich blöd. Ich mag auch Fribourg, Bern und Baden, aber Zürich ist momentan meine Lieblingsstadt.

Wo würden Sie gerne leben?

In der Bay-Area von Nordkalifornien. Mein Göttibub lebt dort, und ich liebe die vielfältige Gegend.

Beruf und Lebenslauf:

Ich habe in Fribourg Psychologie studiert und meine Masterarbeit in Humorforschung geschrieben. Seit Juli stelle ich täglich eine Kolumne auf meinen Facebook-Account «Pony M.». Er hat bereits mehr als 15'000 Fans.

Mein Ziel:

Ich will eine lustige Alte werden.

Was ich mag:

Igel, Ranunkeln, meine Familie, frische Luft. Und Sachen, die sonst niemand will. Ich wollte die hässlichste Katze im Tierheim adoptieren. Nur leider habe ich keine Zeit für eine Katze.

Was ich nicht mag:

Leute, die andere verurteilen, weil sie nicht so sind, wie sie. Rücksichtslosigkeit. Tomaten.

Was ich an mir mag:

Ich bin ein Wahrnehmungs-Mensch und nehme Dinge wahr, die an anderen vorbeigehen. Die Magie vom Pony M. ist ja, dass es mir leicht fällt, Wahrnehmungen in Worte zu fassen.

Meine Sucht:

Abends durch die IKEA zu streifen.

«Ich habe eine Pünktlichkeitsneurose, deshalb sammle ich auch Uhren. Ich trage immer die, die am neusten ist.»
«Ich habe eine Pünktlichkeitsneurose, deshalb sammle ich auch Uhren. Ich trage immer die, die am neusten ist.»

Mein Tick:

Ich habe eine Pünktlichkeitsneurose, deshalb sammle ich auch Uhren. Ich trage immer die, die am neusten ist.

Was mich geprägt hat:

Während ich beim Psychiatrisch-Psychologischen Dienst des Justizvollzugs des Kantons Zürichs doktorierte, erlebte ich im Ausschaffungsgefängnis viele harte Schicksale. Das war eine Lektion in Demut und Dankbarkeit.

Velo von Pony M.
«Nach der Arbeit reite ich immer auf meinem Velo ‹Jolly Jumper› ins Abendlicht.»

Mein Velo:

Nach der Arbeit reite ich immer auf meinem Velo ‹Jolly Jumper› ins Abendlicht.

Mein bester Entscheid:

Die Pony-Geschichte zu starten. Meinen Job bei einer Personalfirma habe ich gekündigt und werde nun grösstenteils vom Schreiben leben.

Mein Idol:

Mein Vater. Er war Chefarzt der Forel-Klinik für Alkoholkranke. Eine Journalistin hat treffend über ihn geschrieben: «Ein Mann, der von Liebe und Würde spricht, ohne ins Predigen zu verfallen.»

Mein Lieblingscafé:

Das Zürcher ‹Kafi für dich› ist der ideale Ort, um Freunde zu treffen oder etwas zu lesen. Ich mag die familiäre Atmosphäre und das Essen.

Mein Lieblingsbuch:

«‹Bis bald› von Markus Werner ist voll mit Weisheiten. Die beste: Der Mensch neigt dazu, im Unverwirklichten das Eigentliche zu sehen.»

Zürcher ‹Kafi für dich›
«Das Zürcher ‹Kafi für dich› ist der ideale Ort, um Freunde zu treffen oder etwas zu lesen. Ich mag die familiäre Atmosphäre und das Essen.»
«‹Bis bald› von Markus Werner.
«‹Bis bald› von Markus Werner ist voll mit Weisheiten. Die beste: Der Mensch neigt dazu, im Unverwirklichten das Eigentliche zu sehen.»

Autor: Silja Kornacher

Fotograf: Gerry Nitsch