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13. Januar 2014

Phablets: Ziegelstein mit Touchscreen

Der Trend geht weiter: Smartphones werden immer grösser. Keine gute Entwicklung für Vieltelefonierer – dafür aber für alle anderen.

Mann mit einem Ziegelstein am Ohr
Schwer im Kommen: Phablet, Mischung aus Phone und Tablet.

Mehr zum Thema: Die umfassende Phablet-Übersicht. Zum Artikel


Es ist der Wolkenkratzer unter den Mobiltelefonen. Nokias Lumia 1520 mit seinem 6-Zoll-Bildschirm ist etwa so gross wie drei aneinandergereihte Zigarettenschachteln. Doch der Hersteller ist nicht allein auf weiter Flur: Auch HTC, Huawei, Samsung und Sony verkaufen Riesenhandys.

Der Test mit zwei verschiedenen Mega-Smartphones lässt folgende Aussagen zu: Telefone dieser Dimension liegen trotz des tragbaren Gewichts von rund 200 Gramm nicht mehr angenehm in einer Hand und lassen sich auch mit Daumenverrenkungen nicht mehr einhändig bedienen. Wer telefoniert, sieht aus, als halte er einen Ziegelstein ans Ohr.

Diesen Argumenten lässt sich zurecht entgegenhalten, dass nur noch die wenigsten Nutzer mit ihren Handys regelmässig telefonieren. Ihnen sind das Internet, Videos, soziale Netzwerke oder Spiele viel wichtiger geworden. Und genau bei diesen Aktivitäten spielen die Phablets (Mischung aus Phone und Tablet) ihre ganze Stärke aus: Auf den grossen Bildschirmen surft es sich besser, Facebook wird lesefreundlicher dargestellt und das Gamen macht deutlich mehr Spass.

Fazit: Phablets sind ein Kompromiss. Obwohl für den Alltagseinsatz eigentlich zu unhandlich, möchte man den grossen Bildschirm nicht mehr missen.

Autor: Reto Vogt