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05. August 2013

Phablet – das Kompromissgerät

Die sogenannten Phablets versuchen den gewagten Spagat zwischen Riesen-Smartphone und Mini-Tablet.

Phablet im Vergleich mit dem Smartphone
Grösser als ein Smartphone, passt aber immer noch in die Hosentasche: das Phablet. (Bild: Getty Images)

Während die Smartphones immer grösser werden, gibt es viele Tablets neuerdings in einer Miniversion. Irgendwo dazwischen ist eine neue Gerätekategorie entstanden: die Phablets (Phone + Tablet). Sie haben in der Regel Touchscreens in der Grösse zwischen 5 und 8 Zoll (12,7—20,3 cm) und unterscheiden sich von den kleinen 7- und 8-Zoll-Tablets vor allem dadurch, dass sie wie ein Smartphone eine Telefonfunktion haben. Allerdings: Um mit einem solchen Gerät zu telefonieren, nimmt man am besten ein Headset oder eine Freisprecheinrichtung zu Hilfe — denn hält man so ein Riesenhandy ans Ohr, sieht dies nicht nur sonderbar aus, es ist auch reichlich unbequem.

So richtig gelingen will der Spagat zwischen den Gerätekategorien also nicht. Als Tablet für unterwegs ist so ein 8-Zoll-Gerät zwar gerade richtig, als Handyersatz ist es jedoch zu gross. Deshalb dürften Phablets vor allem als Zweitgerät (mit zweiter Handynummer) sinnvoll sein oder als Kombigadget für Nutzer, die partout alle Funktionen in einem einzigen mobilen Gerät vereint haben wollen. Insbesondere, um mit dem Smartphone Filme und Fotos anzuschauen oder E-Books zu lesen und vor allem um ohne W-Lan via Datenverbindung auf einem relativ grossen Bildschirm zu surfen, ist so ein Phablet, das man immer dabei hat, sehr nützlich. Zu den aktuellen Phablets gehören etwa das Samsung Galaxy Note 8.0 (mit 8-Zoll-Bildschirm), das Huawei Ascend Mate (6,1 Zoll) oder das Asus Fonepad (7 Zoll). Erst angekündigt ist das Sony Xperia Z Ultra.

Einsatz mit dem Stift

Alle oben genannten Geräte arbeiten mit Android. Das Galaxy Note kann sowohl mit dem Finger als auch mit dem beiliegenden Stift – dem sogenannten S-Pen – bedient werden. Damit schreibt man von Hand Mails, SMS und Notizen oder kann mit entsprechenden Apps zeichnen und malen. Die Bedienung per Stift erweist sich insbesondere bei etwas komplexeren Aufgaben als praktisch, wie zur Fotobearbeitung oder zum Skizzieren und beim handschriftlichen Notieren während Sitzungen oder Telefongesprächen, da die von Hand gemachten Entwürfe sogleich digital gespeichert und weiterverarbeitet oder versendet werden können.

Vom Samsung Galaxy Note 8.0 gibt es auch eine W-Lan-Version ohne Telefonfunktion. Das Gerät hat eine 5-Megapixel-Kamera, einen Quadcore-Prozessor und 16 GB Speicherplatz. Das Huawei Ascend Mate kommt mit einem 6,1-Zoll-Bildschirm (15,5 cm), hat ebenfalls einen Quadcore-Prozessor und eine 8-Megapixel-Kamera. Dank Dual-view-Funktion können auf den Phablets gleichzeitig zwei Anwendungen auf dem Bildschirm angezeigt werden.

Zu den Detail-Informationen von Digitec

Samsung Galaxy Note 8.0

Huawei Ascend Mate

Asus Fonepad

Autor: Felix Raymann