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13. Oktober 2014

Permafrost: die Gefahrenkarte

Die Karte zeigt, wo überall in den Alpen Risiken bestehen, wenn Temperaturen steigen. Informieren Sie sich zum Migros-Magazin-Besuch bei den «Bergdoktoren» von ETH und Universität Zürich im Mattertal, in welchen Gebieten Permafronst lokal möglich oder flächenhaft wahrscheinlich ist.

Die Permafrost-Gefahrenkarte des Bundesamts für Umwelt.
Die Permafrost-Gefahrenkarte des Bundesamts für Umwelt. Orange=Permafrost lokal möglich; Lila=flächenhaft wahrscheinlich.

Permafrost bezeichnet ganzjährig gefrorene Böden. Das hält Berge wie Leim zusammen und sorgt dafür, dass kein Geröll herausbricht und ins Tal saust. Weil die Böden durch den Klimawandel langsam auftauen, steigt die Gefahr für Felsstürze und Steinschläge jedes Jahr weiter an. Wie die «Neue Zürcher Zeitung» schreibt, reicht ein moderater Temperaturanstieg von zwei Grad Celsius bereits aus, dass die Hälfte der Permafrostböden in der Schweiz die Null-Grad-Grenze erreicht oder sogar überschreitet.

Temperaturverlauf an den Standorten der Bohrlöcher im Permafrost. Links in etwa 9 bis 15 m Tiefe.
Temperaturverlauf an den Standorten der Bohrlöcher im Permafrost in 10 Metern Tiefe (Grafik: Permos).

Die aktuellsten Zahlen des Schweizer «Permafrost Monitoring Netzwerks» (Permos) stammen aus dem Jahr 2013. Sie zeigen das fünfte Jahr in Serie «äusserst warme Permafrostverhältnisse», und dies obwohl die Witterungsverhältnisse jeweils stark variierten. Auch die Temperaturzunahme in zehn Metern Tiefe setzte sich an den meisten Messstandorten fort, teils hätten sie sogar absolute Höchstwerte erreicht, so Permos.

Auf der ganz oben eingeblendete Karte lässt sich die Permafrostverbreitung in der Schweiz ablesen. Sie ist auf der Webseite des Bundesamts für Umwelt in interaktiver Form abrufbar. Dort können Sie mit der Maus durch die betroffenen Gebiete navigieren und diese näher heranzoomen.

Autor: Reto Vogt