Archiv
08. August 2016

Ordnung ins Fotochaos bringen

Viele Nutzer verteilen ihre Bilder auf Smartphone, Kamera und Computer, statt sie zu bündeln. Dabei lässt sich in wenigen Schritten Ordnung im Bildarchiv schaffen.

Wie die Fotos am besten speichern?

Nebst all ihren Vorzügen hat die digitale Fotografie zwei gewichtige Nachteile: Erstens sorgt sie für exponentiell mehr Bilder als ihr etwas angegrauter «Bruder» Analog. Zweitens landen die Schnappschüsse nicht mehr frisch entwickelt und sauber sortiert im Briefkasten, sondern bleiben – oft unbeachtet – auf Smartphone oder Digitalkamera gespeichert. Wer die Bilder drucken will, verschiebt sie zwar auf den Computer, meist aber konzeptlos und ohne Chance, sie wiederzufinden. Kurz: Die Übersicht geht schnell mal verloren.

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Um Ordnung zu schaffen, braucht man etwas Zeit – und vor allem Selbstdisziplin. In drei ein­fachen Schritten stellen Sie sicher, dass alle Ihre Fotos zentral an ­einem Ort gespeichert sind und Sie jedes Bild zu jeder Zeit mit wenig Aufwand wieder abrufen können – im Idealfall sogar unabhängig ­davon, ob Sie zu Hause oder unterwegs sind.

1. Speicherort bestimmen

Drei Möglichkeiten stehen zur Verfügung: PC-Festplatte, Online- oder externer Speicher. Diese Reihenfolge ist nicht zufällig, sondern entspricht den Risikograden «hoch», «mittel» und «niedrig» im Hinblick auf einen Datenverlust. Wer viele Fotos verwalten will, sollte zu Letzterem greifen. Netzwerkspeicher (NAS) überzeugen durch automatische Back-ups und weltweiten Zugriff auf alle Bilder. Je nach Funktionsumfang ist ein NAS ab rund 100 Franken bei Digitec oder Melectronics erhältlich.

2. Ordnerstruktur schaffen

Überlegen Sie sich eine Struktur für die Ablage. Diese hängt stark vom Charakter der Fotos ab. Eine Möglichkeit besteht beispielsweise darin, die oberste Ordnerstruktur nach dem Entstehungsjahr zu benennen, eine andere darin, nach Kategorien wie «Hobby», «geschäftlich» oder «Ferien» zu gliedern. Hauptsache, man hält sich konsequent an die festgelegte Struktur.

3. Einordnen und verschlagworten

Verbinden Sie Smartphone und Digitalkamera nacheinander mit dem Computer, importieren Sie alle Bilder, und verteilen Sie diese auf die zuvor geschaffene Ordnerstruktur. Wer sein Archiv noch effizienter organisieren möchte, ordnet seine Bilder in Unterkategorien und versieht sie mit Stichworten, etwa zum abgebildeten Motiv. Dies erfordert jedoch eine Software wie das Gratisprogramm XnViewMP . Bei der Nutzung solcher Tools sollte man in den Einstellungen unbedingt festlegen, dass die eigene Ordnerstruktur übernommen werden soll.

Autor: Reto Vogt

Illustrationen: Supertotto 2Agenten