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16. November 2015

Öle zur Körperpflege richtig dosieren

Öle erleben einen echten Boom in der Körperpflege. Doch man muss sie richtig  einsetzen und gut dosieren.

öle zur körperpflege
Alte Körperpflegekunst: Pflanzliche Öle werden im Orient seit Jahrhunderten eingesetzt. (Bild: Corbis)

Arganöl aus Marokko für glänzendes Haar, Olivenöl für eine geschmeidigere Haut oder Mais- und Kamelienöl als natürliches Anti-Aging-Mittel. Das sind die aktuellen Versprechen eines Zweigs von Kosmetikherstellern, der immer grösser wird: jener der Beautyöle.

Von Hand geerntet

Obwohl Öl und Wasser die Basis für jede Creme bilden, wurden pflanzliche Öle in den letzten Jahren vor allem in der Naturkosmetik eingesetzt. Sie galten als exotisch, nicht zuletzt weil sie relativ teuer sind. In der herkömmlichen Kosmetik wurden früher mineralöl-basierte Öle eingesetzt, weil sie günstiger, stabiler und besser zu verarbeiten sind.

Obwohl das flüssige Gold als Schönheitsmittel eine lange Tradition hat, zeichnet sich in unseren Breitengraden gerade ein echter Boom ab. In anderen Kulturkreisen – wie zum Beispiel im Orient –setzt man Öle seit Hunderten von Jahren für die Haarbehandlung ein. In Marokko etwa wird das Arganöl in Handarbeit aus den Früchten des Arganbaums gewonnen, der nur im Südwesten Marokkos wächst.

Das Arganöl ist so etwas wie der Shootingstar unter den Ölen. Es gilt als eines der teuersten Öle der Welt und macht nicht nur Haare geschmeidig, sondern auch Haut und Nägel. Die enthaltenen Antioxidantien gelten als effektive Radikalenfänger. Es gibt Haar­färbemittel, die zu 60 Prozent aus Ölen bestehen – nicht nur vom ­Arganbaum, sondern auch von der ­Kamille und der Sonnenblume.

Aber auch wenn Öle viel Kraft haben, man muss sie gut dosieren. «Bei zu viel kann die Haut unter Umständen nicht mehr richtig atmen», sagt Peter Burres, Dermatologe aus Uster ZH. Das gilt für natürliche und mineralische Öle. Zudem sollte man damit im Gesicht vorsichtiger umgehen als am Körper. «Bei fet­tiger Haut ist Öl nicht zu empfehlen und schon gar nicht bei Akne», so Burres.

Im Gesicht und auf dem Kopf gilt: «Man sollte Öle sparsam verwenden.» Sonst glänzt das Haar nicht seidig und zart wie bei den Models aus dem Werbespot, sondern sieht einfach nur ungewaschen aus.

Autor: Martina Bortolani