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03. August 2015

O olio mio!

In Italien lernen schon kleine Mädchen von ihren Müttern, wie sie ihre Schönheit pflegen und inszenieren: mit italienischem Essen, Olivenöl und viel, viel Lippenstift.

Filmstar Monica Bellucci
Filmstar Monica Bellucci sagt, ihre Schönheit sei der italienischen Küche zu verdanken. (Bild: Keystone)

Noch vor Michelangelos Davide hat sich der Begriff «La bella figura» in das kollektive Bewusstsein Italiens eingemeisselt. Gemeint ist nicht nur «schöne Figur»; vielmehr fasst der Ausdruck eine nationale Philosophie, eine Lebensweise zusammen: Zu verstehen, wie man einen guten Eindruck macht, sich der Situation entsprechend präsentiert. Die «bella figura» ist Spiegel der Persönlichkeit.

Italien – hier wird Schönheit in all ihren Facetten zelebriert, Äusserlichkeiten ernst genommen. Bildende Kunst, Architektur, Design und natürlich Mode.

Nur die Italiener verstehen es, die Kunst eines perfekt geschnittenen Anzugs zu würdigen. So, wie sie auch das Glück in einem Teller Spaghetti aglio e olio erkennen.

Schlank trotz Pizza und Pasta

Und da wären wir beim ­Thema: Das der Italienerin und ihrer Figur. Zwei der grössten italienischen ­Beauty-Ikonen – die Schauspielerinnen Monica Bellucci und Sophia ­Loren – wurden nie müde zu betonen, dass sie ihr Äusseres vor allem der fantastischen italienischen Küche zu verdanken haben.
Und dazu gehört auch Olivenöl, ein Zaubermittel für alles: gesundes Essen und schöne Haut. Italienische Mädchen lernen schon von ihren Müttern, wie wichtig gut gepflegte Haut ist. Sie benutzen von klein auf Olivenöl für ihre Schönheitspflege: mit Meersalz vermischt als Peeling und pur für zarte Lippen.

Das schafft die perfekte Voraus­setzung für ihre weitere Vorliebe – die Leidenschaft für Lippenstift. «Diese Liebe wird uns von unseren Grossmüttern und Müttern weitergegeben. Es ist für uns das Natürlichste der Welt, Lippenstift aufztutragen», sagt Monica Bellucci.
Che bella figura – Gloss, Genuss und Grazie sei Dank! 

Autor: Andrea Vogel