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17. Februar 2014

Nissan Note: Mit Sicherheit mehr Platz

Klein und geräumig, sparsam und flott, günstig und sicher: Leserfamilie Höppli aus Aathal-Seegräben testet, ob der neue Nissan Note das alles vereinen kann.

Familie Höppli rund um einen roten Nissan Note.
Platz für Familie Höppli: Martin, Philip, Daniela, Tanja und Roman (von links) mit dem Nissan Note beim Ausflug in einen Skatepark.

Ausgetüftelte Elektronik war einst Luxus, heute gehört sie in modernen Kleinwagen und Microvans zur alltäglichen Ausstattung. Im neuen Nissan Note etwa stecken ein Totwinkelwarner und eine 360-Grad-Rundumkamera. «Genial», findet Daniela Höppli (41) aus Seegräben ZH. «So sieht man sogar niedrige Poller oder spielende Kinder neben dem Auto.» Ebenso begeistert ist die diplomierte Bauleiterin von den Parkhilfslinien. «Ich habe via Monitor seitwärts an eine Mauer parkiert – das hat millimetergenau geklappt.» Das Kamerabild sorgt zudem für Unterhaltung: Neugierig verfolgen Roman (12), Philip (9) und Tanja (7) das Einparkieren via Hightechgerät.

«Vor allem ist dieses Stadtauto trotz kompakter Abmessungen geräumig», sagt Martin Höppli (43). «Fünf Erwachsene finden gut Platz, zudem lassen sich die Fondtüren im 90-Grad-Winkel öffnen», sagt der Elektroingenieur. Seine Ehefrau ergänzt: «In vielen Autos ist die Montage der Sitzerhöher für Kinder mühsam. Hier sind alle drei Rücksitze entscheidende Zentimeter breiter.» Auch langbeinige Mitfahrer haben genug Platz. Dank verschiebbarer Rückbank kann man wählen, ob man Beinfreiheit oder Laderaum braucht. «Für Ferien mit drei Kindern reicht der Platz im Kofferraum nicht. Doch dafür gibt es ja Dachboxen», sagt Daniela Höppli.

Nur bei Details gibts Abzüge

Bleibt die Frage: Wie fährt sich der Nissan Note? «Der Diesler ist eher gemütlich, doch uns reicht der Eco-Modus, um flott voranzukommen», sagt Martin Höppli mit Blick auf die 90-PS-Leistung des Testwagens. Im Familientest braucht der Note um die fünf Liter Diesel. Unterwegs überzeugt er rundum. «Der Note federt und lenkt gut und ist wendig», sagt Daniela Höppli. Keine Kritik? «Nur Details: Ohne Hilfe der Rückfahrkamera ist die Sicht nach hinten schlecht», findet der Ehemann. «Zudem sind die Sonnenblenden zu klein.»

Könnte sich die Lesertestfamilie vorstellen, ihren betagten Toyota Corolla durch den Note zu ersetzen? «Absolut», findet Daniela Höppli. «Noch lieber wäre uns ein Elektroauto, aber da genügt die Reichweite noch nicht. Wer ein geräumiges Auto sucht, das wendig ist, fährt mit dem Note richtig.»

Der CO2-Verbrauch des Nissan Note 1.5 dCI

Im Jahr 2015 sollen die Neuwagen in der Schweiz im Schnitt nur noch 130 g/km ausstossen. 2012 betrug der Realwert 151 g/km Bei kontinuierlicher Senkung läge der Richtwert für 2014 also bei 137 g/km. Der Testwagen liegt mit 92 g/km viel tiefer und gar unter dem 2021er-Zielwert 95 g/km.

Informationen zum Bewertungssystem

Neues CO2-Emissionsgesetz

Bis 2020 sollen die Schweizer CO2-Emissionen gegenüber 1990 um 20 Prozent sinken. Seit 1. Mai 2012 gilt in der Schweiz deshalb das revidierte CO2-Gesetz für neue Personenwagen. Angewendet wird es für alle neuen PW, die seit dem 1. Juli 2012 erstmals hierzulande immatrikuliert wurden. Im Jahr 2015 dürfen die neuen Personenwagen im Schnitt maximal 130 g/km an CO2 ausstossen, was einem Norm-Gesamtverbrauch von etwa 4,9 Liter Diesel bzw. rund 5,6 Liter Benzin pro 100 Kilometer entspricht. Für Gasantriebe gelten gesonderte Bestimmungen. Bis 2020 soll der Grenzwert dann voraussichtlich auf 95 g/km gesenkt werden.

Überschreitung sanktioniert

Der Wert von 130 g/km CO2 wird stufenweise eingeführt. Im Jahr 2012 mussten ihn 65 Prozent der Neuwagen, im Jahr 2013 75 Prozent der Neuwagen erfüllen. 2014 sind es bereits 80 Prozent der neuen Personenwagen. Erreicht ein Importeur den spezifisch für ihn anhand Zielwert und Gewicht errechneten Schnitt nicht, wird die Sanktionsabgabe fällig, zum Beispiel 142,5 Franken pro Gramm ab dem vierten Gramm (1 bis 3 Gramm sind vergünstigt).

Bewertung im Migros-Magazin

Die Bewertungsgrafik im Migros-Magazin geht zwecks anschaulicherer Einstufung der Fahrzeuge von einer kontinuierlichen Senkung aus. Die Grundlage dafür ist der letzte ermittelte CO2-Durchschnitt aller Neuwagen: 151 Gramm pro Kilometer im Jahr 2012. Sinkt der CO2-Ausstoss bis zum angestrebten Ziel von 130 Gramm pro Kilometer im Jahr 2015 kontinuierlich, ergeben sich daraus unsere Zielwerte – wie etwa aktuell 137 Gramm pro Kilometer für 2014. Anhand dieses Wertes werden die von uns vorgestellten Autos im Migros-Magazin beurteilt.

Autor: Timothy Pfannkuchen