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28. November 2016

Nintendo Classic Mini im Test

Nintendos Konsole «NES Classic Mini» bringt sie zurück: die Abende mit den langsamen, verpixelten Spielen «Super Mario» und «Donkey Kong». Eine wohltuende Abwechslung.

Reto Vogt spielt Super Mario auf der Nintendo Mini Classic.
Reto Vogt spielt Super Mario auf der Nintendo Mini Classic.

Eine Zeitreise habe ich noch nie gemacht, aber ich stelle sie mir ungemütlich vor: In einer engen Kapsel sitzend, in der es überall blinkt und piept, festgeschnallt an einen kalten Alusitz, durch Raum und Zeit fliegend.

Da ist es doch gemütlicher, Nintendos neue Classic-Konsole am heimischen Fernseher einzustöpseln, ein Spiel zu starten und so in die 80er-Jahre zu reisen. Wobei, wirklich bequem ist das auch nicht. Die mitgelieferten Kabel sind nämlich so kurz, dass Spieler allerhöchstens zwei Meter vom Fernseher entfernt sitzen können.

Recht schmerzlos hingegen ist die Zeitreise selbst. Die Konsole, eine Miniversion des Originals von 1983, ist innert einer Minute eingerichtet und mit den 30 vorinstallierten Spielklassikern startklar. Diese sind wie damals: verpixelt, langsam und eindimensional.

Das ist für Jung – und besonders Alt – eine wohltuende Abwechslung zu den bis ins letzte Detail herausgepützelten, perfekten, rasanten Hochglanzgames von heute. Vor allem, weil die Bedienung der Konsole selbst wie auch der Spiele über den mitgelieferten Controller mit dem Steuerkreuz und den vier Knöpfen total intuitiv ist und einfacher nicht sein könnte.

Klar, weder «Super Mario Bros.», noch «Donkey Kong», «Pac-Man» oder «The Legend of Zelda» ( zur kompletten Spieleliste ) fesseln einen Stunden an den Bildschirm. Aber für ein kurzes Spielchen zwischendurch lassen sie einen gern Pixelmänner und -frauen durch die Gegend manövrieren.

Und obwohl sich keine weiteren Spiele hinzukaufen lassen, sorgen die vorhandenen für lang anhaltenden Spass und genügend Abwechslung. Dabei hilft, und
das ist praktisch die einzige Neuerung, dass sich Spielstände abspeichern lassen. Ein Fortschritt, den ich bei allem Zeitreisefieber gern annehme.

Autor: Reto Vogt