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30. Dezember 2013

Neujahrsvorsätze fürs Gartenbeet TEST

Bei der «Bohne, Bluescht & Berger»-Autorin steht das neue Jahr vor dem Gartentürli. Höchste Eisenbahn also, ein paar gute Vorsätze zu fassen.

Hier wäre der Platz für den Hühnerhof in spe.
Vorsatz 2: Hier wäre der Platz für den Hühnerhof in spe.

Ich weiss nicht, wie Sie es mit den Neujahrsvorsätzen haben, bei mir zumindest verpuffen sie meist schon im Januarloch. Nachdem ich mir seit Jahren, und alle Jahre wieder, vorgenommen habe, mir endlich ein Fitnessabo zu kaufen und im gleichen Zug keine Schoggivorräte mehr in meiner Schreibtischschublade zu bunkern (bunkern allein ginge ja noch), habe ich für 2014 den Vorsatz gefasst, nur noch realistische Vorsätze zu fassen. Also Vorsätze, die eine gewisse Bodenhaftung haben. Und was bietet sich da vorsatzmässig Besseres an als mein Garten, zumal dieser ja auch so einige Ansprüche an meine Fitness stellt.

Und so sitze ich hier und jetzt an meinem Schreibtisch, knabbere an meinen letzten Schoggivorräten und notiere mir für die kommende Gartensaison folgende Vorsätze:

1. Mir endlich eine Liste davon zu machen, was ich alles pflanzen möchte (Essigrose) / könnte (Weinrebe) / sollte (Storchschnabel, scheints ein Schneckenschreck). Und diese Liste dann auch mitzunehmen, wenns ab ins Gartencenter geht!

2. Mich endlich mit mir zu einigen, welche Hühnersorte es denn nun sein soll, die in mein noch zu bauendes (Vorsatz 2.1.) Hühnerhaus einziehen soll.

3. Endlich den Haselstrauch auszubuddeln, der sich einst und ungefragt im Vorgarten niedergelassen hatte. Jahr für Jahr habe ich ihn im Herbst auf null zurückgeschnitten, was er dann im Frühling mit einem Wachstumsschub quittierte. Nun ist Schluss: Er muss gehauen wie gestochen raus – die benachbarten Taglilien und Pfingstrosen werdens mir danken!

4. Ebenfalls endlich die Eisenbahnschwellen neben der Magnolie zu entsorgen. Ursprünglich als Stützmauer konzipiert, steht diese ökologisch problematische Altlast nach diversen Terrainbereinigungen nun sinnentleert und bis zum Hals versenkt mitten im Garten – und das auf einer Länge von zwei Metern!

5. Und dann wäre da noch das Stück Rasen vor der Terrasse, das trotz diverser Tätschelaktionen im letzten Sommer noch immer vor sich hinserbelt.
Das bringt mich übrigens auf eine gute Idee: Damals hatte mein Herzensmann erklärt, er würde das Problem «demnächst» mit einer Rolle Rollrasen aus der Welt schaffen, ein Vorsatz, der ebenfalls irgendwo verpufft ist. Und darum gebe ich ihm hier und jetzt nochmals die Chance, den Rollrasenvorsatz doch noch zu verwirklichen. Und wenn er schon dran ist: Den Haselnussstrauch und die Eisenbahnschwellen, die darf er gern auch auf seine Vorsatzliste 2014 setzen – und dafür sein Fitnessabo streichen!
Was habt Ihr Euch fürs (Gartenjahr) 2014 vorgenommen? Fasst Ihr überhaupt gute Vorsätze und wenn ja, setzt Ihr sie auch in die Tat um? Teilt Eure Erfahrungen in einem Kommentar mit, oder erstellt einen eigenen Artikel inklusive Fotos (Infos zu beidem siehe rechts).

Autor: Almut Berger

Fotograf: Almut Berger