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30. Dezember 2013

Neue Spielregeln im Strassenverkehr

Autofahren 2014: Fahren mit Licht wird Pflicht, es gelten neue Promillewerte, und für Bussen steht neu der Halter gerade.

Polizei-Kontrolle der Autofahrer in der Nacht
Nächtliche Verkehrskontrolle: Für Alkoholsünder am Steuer gelten ab Januar 2014 verschärfte Regeln. (Bild: Keystone)

Schluss mit dem Mittagsbierchen: Im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms «Via sicura» müssen Neulenker während ihrer dreijährigen Probezeit künftig ebenso völlig auf Alkohol verzichten wie Fahrlehrer, Begleitpersonen auf Lernfahrten und Berufschauffeure wie etwa LKW- oder Busfahrer: Für sie gilt neu ein Grenzwert von 0,1 statt 0,5 Promille. Weshalb nicht gleich 0,0 Promille? Damit soll verhindert werden, dass zum Beispiel der Verzehr gärender Früchte zum Fahrausweisentzug führt. Vorsicht ist bei Restalkohol geboten. Übrigens: Ab 1. Juli 2014 müssen Lenker, die mit Werten ab 1,6 Promille ertappt werden, durch einen Verkehrsmediziner ihre Eignung überprüfen lassen.

Die im Alltagsverkehr wichtigste Neuerung lautet aber «Lichtpflicht am Tag». Bisher war Fahren mit Licht eine Empfehlung, ab 1. Januar 2014 ist es Pflicht. Ausgenommen sind nur Velos, E-Bikes, Mofas (nicht aber Töffs) und Oldies bis und mit Inverkehrssetzung 1969. Als Licht am Tag gelten separate, mit der Zündung einschaltende Tagfahrlichter oder Abblendlicht. Unzulässig ist Standlicht oder Nebellicht als Ersatz– und Tagfahrleuchten ersetzen bei heikler Sicht, bei Dunkelheit oder im Tunnel nicht das Abblendlicht. Ohne Licht gibt es 40 Franken Busse.

Ist der Lenker unbekannt, muss der Halter bezahlen

Bisher war der Versuch beliebt, besonders bei Tempoüberschreitungen, zu behaupten, ein anderer Lenker sei gefahren. Da man in einem Strafverfahren Verwandte oder Lebenspartner und sich selbst nicht belasten muss, hatte dies oft Erfolg. Ab 1. Januar nicht mehr – ausser bei entwendeten Autos: Kann der Lenker nicht eruiert werden, zahlt der Halter die Busse.

Autor: Timothy Pfannkuchen