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03. Oktober 2011

Mit Musik gegen Brustkrebs

Die Tessiner Sängerin Nina Dimitri leiht der diesjährigen Brustkrebskampagne ihr Gesicht und ihren Namen.

Nina Dimitri und Teresa Grütter gegen Brustkrebs
In der aktuellen Kampagne gegen Brustkrebs engagiert: Nina Dimitri (rechts, Tochter von Clown Dimitri) und Teresa Grütter Stetter. (Bild: zVg.)

Nina Dimitri, warum haben Sie sich entschieden, Botschafterin für die diesjährige Brustkrebskampagne zu sein?

Ich bin etwas ängstlich veranlagt und finde es wichtig, dass man sich regelmässig auf Brustkrebs untersuchen lässt und selber kontrolliert. Als man mich bat, dieses Jahr die Tessiner Botschafterin zu sein, sagte ich deshalb sofort zu.

Sie sind auch auf der Benefiz-CD vertreten, und zwar mit einer Coverversion von Gabriella Ferris Lied «Remedios».

Ja, das kommt dazu, ich kann mich in dieser Kampagne mit meiner Musik einbringen. Es ist doch einfach schön, mit Musik Geld sammeln oder helfen zu können. Ich würde auch sofort für Katastrophenopfer oder Bedürftige in Bolivien singen. In Bolivien habe ich lange gelebt.

Jede zehnte Schweizerin bekommt Brustkrebs. Kennen Sie selber betroffene Frauen?

Eine entfernte Bekannte von mir ist an Brustkrebs gestorben, ansonsten ist zum Glück in meinem näheren Umfeld nie jemand daran erkrankt, soweit ich weiss.

Da Sie, wie Sie sagen, «etwas ängstlich» sind, versuchen Sie gewiss so gesund wie möglich zu leben, um nicht krank zu werden.

Ich esse abends wenig Kohlenhydrate und nur kleine Portionen. Ansonsten fröne ich der mediterranen Küche, die ist ja auch sehr gesund. Allerdings stehe ich nicht stundenlang hinter dem Herd, sondern koche nur das Nötigste selber.

Sie haben sich für die Brustkrebskampagne zusammen mit Ihrer Freundin Teresa fotografieren lassen. Wie war das?

Das war für uns beide ein super spannendes Erlebnis. Ich habe ja noch nie so ein Shooting gemacht. Wir wurden ziemlich stark geschminkt und durften für die Fotos nur zurückhaltend lächeln.

War das schwierig? Sie haben ja das gleiche breite Lachen wie Ihr Vater Dimitri.

Ja,das stimmt. Aber noch schwieriger als das kleine Lächeln war es, übers Kreuz zu staksen, wie das Models tun.

Was verbindet Sie mit Ihrer Freundin Teresa?

Wir kennen uns schon seit 35 Jahren und sind sehr vertraut. Egal, was wir zusammen unternehmen, stets lachen wir sehr viel. Manchmal hilft mir Teresa als Perkussionistin, wenn ich privat auftrete. Sie singen hauptsächlich südamerikanische Lieder.

Gibt es dennoch Möglichkeiten für gemeinsame Auftritte mit anderen Familienmitgliedern, die ja auch fast alle Künstler sind?

Wir treten zusammen als La Famiglia Dimitri auf: Mein Vater, mein Bruder David, meine Schwester Masha und mein Schwager Kai. In dieser Formation haben wir unsere theatralische Musik- und Zirkusshow sogar schon am Broadway in New York aufgeführt. Meistens stehe ich aber alleine auf der Bühne: ich und meine Gitarre, seit 25 Jahren.

Hat Ihr Sohn Samuel das Künstlergen geerbt?

Tatsächlich, ja. Er ist Schauspieler und Akrobat und macht jetzt gerade seinen Master im Teatro Dimitri in Verscio.

Autor: Yvette Hettinger