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07. März 2016

Microsoft Surface Book im Test

Microsoft kann mehr als nur Software: Das Surface Book ist der erste hauseigene Laptop überhaupt. Dieser vereint drei Gerätekategorien in sich – ein überzeugender Helfer im Büro.

Surface Book Microsoft
Das Surface Book ist Notebook

Eine Doktorarbeit ist zwar nicht nötig, um das Notebook in ein Tablet zu verwandeln – aber ohne die beigelegte Instruktion wäre ich nie darauf gekommen, wie sich der Bildschirm von der Tastatur entfernen liesse. Beim Surface Book klappt das nämlich nur bei geladenem Akku, weil die Verbindung vorher per Tastendruck gelöst werden muss.

Ebenso nicht auf Anhieb verständlich ist der Convertible-Modus. Das scharfe und kontrastreiche Display wird nicht wie gewohnt umgeklappt, sondern nach dem Entfernen mit der Rückseite zur Tastatur wieder aufgesteckt. Letztere profitiert gegenüber dem Tablet von einer mehr als doppelt so langen Akkulaufzeit.

Mit dieser Vorrichtung stellt Microsofts erstes Notebook die Konkurrenz sofort in den Schatten. Sie ist stabiler und nutzt sich weniger schnell ab als bisherig bekannte Lösungen. Auch sonst ist das in robustes Magnesium gepackte Gerät sauber verarbeitet und überzeugt punkto Ausstattung auf der ganzen Linie.

Diese Vorteile spüren Interessenten allerdings im Portemonnaie: Sogar in der günstigsten Ausführung kostet das Surface Book 1700 Franken – das ist mindestens ein Drittel teurer als vergleichbare Geräte wie zum Beispiel das Lenovo Yoga.

Sparen und bei Bedarf erweitern

Wer mehr Geld in die Hand nehmen möchte – je nach Ausführung fallen bis zu 3000 Franken an –, profitiert von höherem Arbeitstempo und mehr Speicherplatz. Weil sich Letzterer bei Bedarf – und verbundener Tastatur – jedoch nachrüsten lässt, genügt für Büroarbeiten und gelegentliche Spiele das Basismodell.

Im Preis inbegriffen ist in jedem Fall eine Windows-10-Pro-Lizenz und eine Testversion von Office, die allerdings bereits nach einem Monat ausläuft – hier hätte Microsoft grosszügiger sein dürfen. Darüber hinaus wird ein Stift mitgeliefert, der sich am rechten Rand der gelungenen Tastatur per Magnet befestigen lässt. Dieser eignet sich hervorragend, um handschriftliche Notizen anzulegen, die später per Knopfdruck mittels Texterkennung digitalisiert werden können.

Microsoft avisiert mit seinem 1,5 Kilogramm schweren Erstling ein Businesspublikum. Das in mattes Silber gepinselte 3-in-1-Gerät spielt seine Stärken vor allem im Büro aus, weil spielend in den Tablet- oder Convertible-Modus gewechselt werden kann.

Zu Hause sind solche Funktionen seltener gefragt – auch wenn es praktisch ist, die Tastatur auf dem Schreibtisch liegen zu lassen und sich mit dem Tablet aufs Sofa zu setzen.

Das Microsoft Surface Book ist ab 1700 Franken bei Digitec.ch und Melectronics.ch erhältlich.

Autor: Reto Vogt