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31. Oktober 2011

Appenzeller Käse erinnert mich an meine Grossmutter

Michael Steiner liebt seine Familie, Kino, Kunst und ein gutes Stück Appenzeller. Der Käse erinnert den Regisseur der Filme «Sennentuntschi» und «Mein Name ist Eugen» an Ferien bei seiner Grossmutter. Fit hält sich der Regisseur mit Thaiboxen.

Mein Tick
«In meinem Büro im Kreis 3 verbringe ich die meiste Zeit. Hier schreibe ich auch an Drehbüchern. Zurzeit arbeiten wir – also meine Autoren und ich – an drei Projekten gleichzeitig.»
Michael Steiner
Michael Steiner

Name: Michael Steiner
Alter:42
Sternzeichen: Jungfrau
Wohnort: 8003 Zürich

Wieso leben Sie hier?

Weil Zürich die einzige Stadt in der Schweiz ist, wo man als Kunstschaffender leben kann, und weil ich mich mit dieser Stadt sehr verbunden fühle.

Wo würden Sie gerne leben?

Berlin mag ich sehr, ebenso London, Lissabon und speziell Manila. Da meine Frau aus den Philippinen stammt, war der Zugang zu dieser faszinierenden 14-Millionen-Stadt für mich aber auch einfacher als für andere Menschen.

«Appenzeller Käse mag ich sehr. Er erinnert mich an meine Grossmutter in Oberriet SG, bei der ich oft in den Ferien war und die ich sehr mochte.»
«Appenzeller Käse mag ich sehr. Er erinnert mich an meine Grossmutter in Oberriet SG, bei der ich oft in den Ferien war und die ich sehr mochte.»

Beruf und Lebenslauf:

Filmregisseur. Nach der Matura schlug ich mich mit verschiedenen Jobs durchs Leben - vom Beizer über Betriebspöstler einer Sicherheitsfirma bis hin zum Co-Organisator von Bingo-Abenden.

Meine Filme:

«Nacht der Gaukler» (1996), danach Filme wie «Mein Name ist Eugen» (2005), «Grounding» (2006) und «Sennentuntschi» (2010). Insgesamt über 1,1 Millionen Kinoeintritte in der Schweiz.

Mein Ziel:

Die Reflexion durch und mittels Kunst - für mich und andere.

Mein Lebensmotto:

Nach em Räga schiint d Sunne, nachem Briegge wird glacht.

Was ich mag:

Meine Familie, meine Freunde, guten Rotwein, zeitgenössische Kunst und natürlich Kino.

«On Beauty und das Gegenstück On Ugliness von Umberto Eco. Die Bücher erklären die Kunst und Kulturgeschichte der menschlichen Ästhetik.»
«‹On Beauty› und das Gegenstück ‹On Ugliness› von Umberto Eco. Die Bücher erklären die Kunst und Kulturgeschichte der menschlichen Ästhetik.»

Was ich nicht mag:

Intolerante Mitmenschen und «Nörgelis», die dauernd kritisieren, aber selbst nichts Positives hervorbringen. Diese Gattung Mensch ist (aufgrund des Wohlstands?) hierzulande leider immer öfters anzutreffen.

Mein Lieblingsessen:

Wildgerichte in allen Variationen.

Meine Lieblingsmusik:

Also, mir gefällt fast jede Form von Musik. Music was my first love - nur böse Menschen mögen keine Musik.

Autor: Barbara Ryter

Fotograf: Alessandro Della Bella