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14. März 2016

Micha Lewinsky: Kinogänger aus Leidenschaft

Sein neuester Streich «Nichts passiert» ist für den Schweizer Filmpreis nominiert. Auch privat dreht sich bei Regisseur Micha Lewinsky alles ums Thema Filmkultur: Mit seiner Frau, der Schauspielerin Oriana Schrage, sitzt er gern selbst im Kinosaal.

Meine Frau

Oriana (38) ist Schauspielerin und Sängerin. Mit ihr teile ich die Leidenschaft fürs Kino. Am liebsten schauen wir uns Filme im Kino Riffraff in Zürich an. Dort läuft zurzeit auch mein neuester Streifen, ‹Nichts passiert›.

Mein neuester Streich

Für ‹Nichts passiert› habe ich mit Devid Striesow (42) und Annina Walt (19) im Prättigau ­gedreht. Im Zentrum des Films steht die Frage: Was passiert, wenn man von ­einem Verbrechen weiss, das man nicht begangen hat? Wann wird man vom Zeugen zum Mittäter?»

Mein Arbeitsplatz

Beim Schneiden fängt die Arbeit erst richtig an. Mit Cutter Gion-Reto Killias habe ich drei Monate am Schnittplatz verbracht.

Meine Ohrwürmer

Vor rund 20 Jahren habe ich diese CD mit Kinderliedern produziert. Heute erfreuen sich meine eigenen Kinder Mila (6) und Yonathan (2) daran.

Mein «Lieblingsprodukt

Eindeutig das Kulturbüro: Es wird vom Kulturprozent finanziert und ist eine Anlaufstelle für Kulturschaffende, die hier die Infrastuktur nutzen und Geräte ausleihen können. Ich habe 1998 mitgeholfen, das erste Kulturbüro aufzubauen. Inzwischen gibt es schweizweit fünf davon.

Meine zweite Heimat

Eigentlich lebe ich gern in Zürich. Aber manchmal fällt mir einfach die Decke auf den Kopf. Dann muss ich nach Berlin, wo ich mir eine Wohnung mit Michael von der ­Heide und Heidi Happy teile.

Mein Stolz

2008 habe ich für ‹Der Freund› bereits einen Quartz gewonnen. Natürlich hoffe ich auf einen weiteren, auch weil das Design des Schweizer Filmpreises heute etwas hübscher ist.

Autor: Andrea Freiermuth

Fotograf: Paolo Dutto