Archiv
03. Februar 2014

Miami ist die Boomtown aller Grossstädte der USA

Tourismusprofi und Redaktor Reto E. Wild verrät seine Tipps für Neuentdecker der amerikanischen Trendregion, auf migrosmagazin.ch exklusiv zum Ausflugsziel Key West und weiteren Korallenriffs.

Neonfarbige Abendstimmung in Miami
Neonfarbige Abendstimmung in Miami. (Bild Keystone)

Mit monatlich 550 neuen Einwohnern in der Innenstadt gehört Downtown Miami zu den am schnellsten wachsenden Stadtzentren der USA. Der Ort hat sich vom reinen Finanz- und Geschäftsviertel zum angesagten Stadtteil verwandelt.

Meine liebsten Adressen in Miami:
1. Sawgrass Mills in Sunrise (mit über 350 Läden eines der grössten Outlet-Einkaufszentren der USA, 45 Autominuten ab Miami Beach).
2. News Cafe in Miami Beach (Strassencafé, Restaurant, Bar, direkt am Ocean Drive. Dort stehen die schönsten Art-déco-Gebäude).
3. Miami Beach Boardwalk (spazieren, joggen, rollerbladen).
4. Smith & Wollensky (bestes Steakhouse in Miami Beach, direkt am Meer).
5. Lincoln Road mit unzähligen Restaurants.
6. Calle Ocho (SW 8th Street, Kuba oder Little Havana in Miami Downtown, Essen im Versailles).

Neueste Attraktionen: Im Museum Park, Biscayne Bay, haben im Dezember 2013 mit dem Science, dem Historical und dem Perez Art drei neue Museen eröffnet.
Neue Hotels: Ithaca Boutique Hotel am Ocean Dr; B2 Miami in Downtown, B South Beach in Miami Beach.

Gut zu wissen: Flughafen–Stadt mit der neuen Metrorail (zwei Dollar, zehn Minuten). Achtung: Bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen Miami wurden schon Kleider aus dem Koffer gestohlen.
Tipp: gekaufte Waren aus Originalhüllen auspacken.

Key West und die 200 Korallenriffs

Wer Ferien auf den über 200 Koralleninseln vor Miami machen möchte, kann sich nun im Livechat auf der offiziellen Internetsite der Florida Keys informieren: www.fla-keys.com
Dazu muss man auf der Homepage einzig auf «Chat with us live» klicken. Ein Fenster öffnet sich, und ein «Operator» beantwortet alle Fragen rund um das Reiseziel. Der kostenlose Chat läuft für Interessenten aus deutschsprachigen Ländern wochentags von 15 bis 23 Uhr, allerdings in Englisch.

Folgende Inseln lohnen sich besonders: Key Vaca mit der Stadt Marathon eignet sich dank diverser Hotels, Motels, Resorts und Bed & Breakfast für Familien. In «The Island Fish Co.» gibts nicht den besten Fisch, sondern den besten Key Lime Pie, wie die überaus süsse Spezialität heisst. Den schönsten Sonnenuntergang erlebt man im Restaurant Sunset Grille & Raw Bar, Keys Fisheries heisst das beste Lokal für Meeresfrüchte.

Verruchter gibt sich Key West und seine rund 25'000 Einwohner auf der gleichnamigen Insel: In den Bars der Duval Street wird geraucht und im Southernmost Hotel gewohnt, in den Strassen Alkohol getrunken. In der noch 144 Kilometer von Kuba entfernten Stadt sollte man das Hemingway-Museum (Whitehead Street 907) und den Friedhof besuchen, wo gar ein Yorkshire-Terrier begraben ist. Auf einem der Grabsteine steht: «I Told You I Was Sick».

Die Fahrt von Miami nach Key West über unzählige Brücken dauert pro Weg rund vier Stunden. Neuster Trend in der südlichsten Stadt der USA ist Flyboard. Die Weiterentwicklung der Jetski (bewegt sich auch unter Wasser und in der Luft) ist etwa bei Barefoot Billy's zu mieten (wer online bucht, bezahlt zehn Prozent weniger).

Autor: Reto Wild