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03. November 2014

Garten-Highlights: Selbstgemachtes

Die Leser des Migros-Magazins haben nicht nur einen grünen Daumen, sondern auch eine kreative Ader. «Do it youself!» lautet denn auch ihre Devise.

2013 hatte Magdalena Bracher aus Niederrohrdorf AG zum sechzigsten Geburtstag Geldspenden erhalten, um sich eine schöne Gartenfigur zu kaufen. «Dieses Jahr konnte wir diese nun installieren und arrangieren. Am diesjährigen Geburtstag habe ich dann alle Spender eingeladen und die wunderschöne Bronzefigur eingeweiht. So denke ich immer an all meine guten Freunde, wenn wir im Garten sitzen.»

Der verregnete und kalte Sommer hatte dem Garten von Anita Bühlmann aus Schindellegi SZ arg zugesetzt. Der Wunsch, wenigstens Kräuter regelmässig ernten zu können, endete in der Realisierung eines Kräuter-Hochbeets. Seither geniesst sie bereits am Morgen ihr Stück Roggen-Sauerteigbrot mit Schinken, Cottage Cheese und frischem Schmittlauch.

Trudy Ciglia aus Ballwil LU hat aus Rhabarberblättern und Zement eine Schale geformt, die nun als Vogeltränke dient. Eine gute Idee, zumal in ihrem Garten auch noch rund 40 Vogelnistkästen hängen.

Simone Hüppi aus Goldingen SG ist vor rund einem Jahr in das Eltern-Bauernhaus ihres zukünftigen Manns Leon Brändli gezogen. Diesen Frühling hat sie nun dort eine Bauernhofspielgruppe eröffnet. Den dazugehörigen Spielplatz hat die Familie diesen Sommer in Selbstregie gebaut – inklusive Feuerstelle.

Eigentlich wollten Karin und Urs Kaiser aus Schweizersholz TG diesen Frühling «nur mal schnell die Büsche schneiden». Kirschlorbeer und Thuja flogen dann aber ganz raus, stattdessen zog ein selbstgebauter Sichtschutz aus Holzlatten von grossen Paletten im Garten ein. Balzers-Kies in verschiedenen Grössen, Pflanzen und diverse Acessoires gaben dem Ganzen den letzten Schliff. Der grösste Brocken sei aber der Bau der neuen Treppe gewesen - ebenfalls in Heimwerkerarbeit.

Das Hochbeet von Werner Koller aus Steinmaur ZH war durchgefault, es musste Ersatz her. Gemeinsam mit seinem Nachbarn betonierte er U-Eisen ein und schraubte entsprechend abgelängte Schaltafeln an die Eisen. Der Vorteil: Wenn eines der Bretter morsch ist, kann er es einfach auswechseln. Vor einigen Tagen konnte Werner Koller übrigens bereits ersten Nüsslisalat ernten.

Sonja Meier aus Boswil AG hat sich dieses Jahr besonders über ihren selbstgebauten Rosenbogen gefreut. Sie schreibt: «Nach endlosem Suchen eines passenden Bogens opferte sich mein Mann für die wahrlich schweisstreibende Arbeit. Im Winter 2013 erfolgte die genaue Planung auf Holz-Spanplatten bei uns im Keller. Es folgten etliche Arbeitsstunden mit Biegen, Schweissen und Schmiergeln. Bis er mir im Frühling einen Traum-Rosenbogen präsentierte.»

Hannelore Mörgeli aus Dürrenäsch AG hat sich den schon länger gehegten Wunsch nach einem Hochbeet aus Maggia-Granitstelen erfüllt. Dies, nachdem ihr schon älterer Rücken mit seinen 67 Jahren nach etwas bequemerer Gartenarbeit verlangte, wie sie schreibt. «Das war Ende August und sofort habe ich in die frische gute Erde Spinat und Radiesli gesät, sowie Zuckerhut und Endiviensalat gesetzt. Und nun die wunderbare Ernte! Einfach fabelhaft, wie alles gewachsen ist und wie angenehm zu ernten, alles mit geradem Rücken!»

Margrit Müllers Wunsch war immer, auf ihre Pensionierung im Juni 2014, einen eigenen Gemüsegarten zu haben. Diesen Wunsch haben der Flawilerin nun ihre Lieben mit drei Hochbeeten erfüllt. Das Anpflanzen und Pflegen der Setzlinge sei für sie völlig neu gewesen, umso mehr habe sie sich über die grosse Ernte von Blumenkohl, Kohlrabi, diversen Salaten, Bohnen, Gurken und vieles weiter gefreut.

Nachdem im kalten Winter vor zwei Jahren der Bambus von Marianne Pickert aus Winterthur erfroren war. wollte sie etwas ganz Neues als Sichtschutz zum Nachbarn. Ein Metallverarbeiter baute ein Gestell, das mit der Bepflanzung zu einem doppelseitigen «vertikalen» Garten geworden ist: «Die Pflanzen sind grossartig gewachsen und alles ist inzwischen sehr grün», freut sich die Besitzerin.

Urs Rissi aus Ottenbach ZH hat diesen Frühling die Wildhecke gefällt, die ihm jeden Ausblick genommen hatte. Mit einem Freund schnitt er stattdessen rohe Bleche zu, bog diese ab und behandelte sie mit einer Lösung aus Obstessig und Streusalz, damit sie schnell rosten. An selbst errichteten Mäuerchen befestigt, ermöglicht die neue Abgrenzung nun wieder einen Blick auf die untergehende Sonne.

Man nehme einen Gartenstuhl mit defektem Sitz, bepflanze ihn mit Sukkulenten und schon hat man ein Sitzkissen für die Bienen und Hummeli. So geschehen diesen Sommer bei Monika Specker in Häuslenen TG.

15 Jahre lang lag die mexikanische Hängematte bei Beat Weber aus Zumikon ZH herum, seit diesem Sommer hängt sie nun endlich an der Stütze des Sonnensegels. «Die Hängematte ist inzwischen der Lieblingsplatz in meinem Garten geworden, ein schöner Platz um neue Energie zu tanken und die Seele baumeln zu lassen», schreibt Beat Weber. Er bedaure nur, sie nicht schon früher montiert zu haben.

Statt die Blätter ihrer Platane einfach nur zu kompostieren, hat Verena Wildi aus Walliswil BE sie auf Eisenstäben aufgezogen. Die so entstandenen Kunstwerke bieten Überwinterungsmöglichkeiten für Spinnen und Insekten.