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31. Dezember 2012

Mein persönliches Highlight im 2013

Die Zahl 13 – eine Unglückszahl? Mitnichten! In Ausgabe 49 hat das Migros-Magazin seine Leserinnen und Leser gefragt, auf welchen Moment sie sich im Jahr 2013 besonders freuen. Unzählige haben sich darauf gemeldet und von ihren Highlights berichtet. Beatrice Schranz etwa wird Rockstar Jon Bon Jovi treffen, während Elvira Vitolone Waisenkindern in Chile hilft. Doch auch alltägliche Momente werden 2013 zu einem fabelhaften Jahr machen.

Silvia Flück
Silvia Flück schliesst im Herbst ihr Studium ab. (Bild: zVg.)

Viel vor im nächsten Jahr: Weitere 16 Leserinnen und Leser berichten exklusiv online, was sie für 2013 geplant haben.


Ein Leben auf dem Bauernhof

Silvia Flück (24), Hendschiken AG

«Seit ich klein bin, schlägt mein Herz für Tiere. Eine Stage im zoologischen Garten vor acht Jahren erhärtete diese besondere Beziehung. Für mich war immer klar, dass ich mir ein Leben auf dem Bauernhof wünsche. Nach meiner Ausbildung zur Biologielaborantin folgte ein Studium zur biomedizinischen Analytikerin. Mit dem Kauf meines Islandpferds Röykur hatte ich einen lieben vierbeinigen Partner, im gleichen Jahr lernte ich meinen heutigen Lebenspartner kennen. Er ist Landwirt auf einem Bergbauernbetrieb in Laun da Lej im Engadin. Im Herbst schliesse ich mein Studium ab und kann meinen Wunsch, auf den Bauernbetrieb ins Engadin zu ziehen, verwirklichen.»

Auf nach Kapstadt

Natascha Fischer (35), Seuzach ZH

Rebecca Fischer (11) wird mit ihrer Gymnastikgruppe Seuzach an den Vereinsweltmeisterschaften in Kapstadt teilnehmen. (Bild: zVg.)
Rebecca Fischer (11) wird mit ihrer Gymnastikgruppe Seuzach an den Vereinsweltmeisterschaften in Kapstadt teilnehmen. (Bild: zVg.)

«Der Höhepunkt für unsere Tochter Rebecca (11) und ihre Gymnastikgruppe Seuzach ist ohne Zweifel die Teilnahme an den Vereinsweltmeisterschaften in Kapstadt, Südafrika. Sie werden als einzige Schweizer Jugendgruppe die Schweiz in der Kategorie Jugendliche unter 16 vertreten. Um mitreisen zu können, musste man sich durch gute Ergebnisse qualifizieren. Als vierfache kantonale Meister, 3. Platz an den Jugendschweizermeisterschaften (JSM) 2010, 2. Platz an den JSM 2011 und kürzlich dem 3. Platz an den JSM, haben sie das ohne Weiteres geschafft.»

40 Jahre dem Tod getrotzt

Hannelore Hartmann (59), Igis GR

Bei der Geburt gaben ihm die Ärzt keine Überlebenschance. 2013 wird Tommy 40 Jahre alt. (Bild: zVg.)
Bei der Geburt gaben ihm die Ärzt keine Überlebenschance. 2013 wird Tommy 40 Jahre alt. (Bild: zVg.)

«2013 sind es 40 Jahre her, seit mein Sohn mit Spinabifida, offenem Kopf und einem Loch im Rücken, zur Welt gekommen ist. Die Ärzte gaben Tommy keine Überlebenschance. Zuerst hatte er eine Lebenserwartung von zwei Jahren, danach von sieben Jahren, und dann hiess es, wenn er die Pubertät überlebe, 20 Jahre. Am 7. August 2013 wird unser Tommy 40 Jahre alt. Er hat 43 Operationen und 56 Spitalaufenthalte hinter sich. Unser Team hat Verstärkung erfahren dank einer tollen Schwiegertochter und einer zuckersüssen Enkelin. Wir werden am 7. August unseren Höhepunkt feiern. Ich bin sehr stolz auf Tommy und seinen Bruder Mike, die sehr viel dazu beigetragen haben, dass wir diesen Höhepunkt feiern dürfen.»

Der normale Alltag

Simone Hardegger (42), Ennetbürgen NW

Simone Hardeggers Höhepunkt 2013 ist der normale Alltag einer allein erziehenden, berufstätigen Mutter.(Bild: zVg.)
Simone Hardeggers Höhepunkt 2013 ist der normale Alltag einer allein erziehenden, berufstätigen Mutter. (Bild: zVg.)

«Mein Höhepunkt 2013 ist der normale Alltag einer allein erziehenden, berufstätigen Mutter. Seit der Geburt meines Sohnes 2003 arbeite ich auf selbständiger Basis. Mir ist es wichtig, da zu sein, wenn mein Sohn von der Schule kommt. Oft erzählt er mir für ihn wichtige Ereignisse und benötigt auch ab und zu meine Unterstützung bei den Hausaufgaben. Diese Aufgabe möchte ich für keinen Job der Welt an den Nagel hängen müssen. Mein Ziel ist es, 2013 mein kleines Unternehmen soweit auszubauen, dass mein Sohn und ich davon leben können. Das wäre der perfekte Höhepunkt 2013!»

Drei Generationen auf der Bühne

Beatrice Lanz (36), Schmidigen-Mühleweg BE

Beatrice Lanz steht 2013 mit ihrem Schwiegervater, ihrem Mann und den beiden Söhnen auf der Bühne. (Bild: zVg.)
Beatrice Lanz steht 2013 mit ihrem Schwiegervater, ihrem Mann und den beiden Söhnen auf der Bühne. (Bild: zVg.)

«Seit der Schule ist das Amateurtheater meine grosse Leidenschaft. Bei unzähligen Produktionen half ich schon auf und hinter der Bühne mit, als Spielerin, im Kulissenbau, Garderobiere, Regie und seit einiger Zeit auch als Autorin. Nicht verwunderlich, habe ich meinen Mann bei einer Theateraufführung kennengelernt. Seither teilen wir unser Hobby und sind immer wieder bei verschiedenen Projekten mit dabei. Auch bei unseren Kindern kamen Spielfreude und Talent zum Vorschein. 2013 ist es nun so weit, dass wir alle zusammen in einer Theaterproduktion auftreten werden. Neben rund 35 anderen Spielern werden drei Generationen Lanz beim Freilichtspiel «D Schattmattbuure» in Schmidigen auf der Bühne stehen: mein Schwiegervater, mein Mann, unsere zwei Söhne (7 und 9 Jahre) und ich.»

25 Jahre Mittagstische

Theres Müller (78), Schaffhausen

2013 organisiert Theres Müller aus Schaffhausen seit 25 Jahren den Mittagstisch. (Bild: zVg.)
2013 organisiert Theres Müller aus Schaffhausen seit 25 Jahren den Mittagstisch. (Bild: zVg.)

«Ich betrachte das ‹25-Jahr-Jubiläum Mittagstische› als meinen Höhepunkt im Jahr 2013. Ich organisiere diese Treffen, die im Winter in Gaststätten der Region Stadt Schaffhausen, im Sommer in idyllischen Gaststätten in den Landgemeinden stattfinden. Dazu stehen mir 40 Adressen von Stammgästen zur Verfügung. Administrative Arbeiten erledigt mein Gatte. Ich suche die Gaststätten aus, verhandle über den Menüpreis, der pro Essen 16 Franken nicht übersteigen sollte. Für Teilnehmer, die knapp bei Kasse sind, steuern wir einen Zuschuss bei — aus unserer Haushaltkasse oder den Spenden, die ab und zu eingehen. Mein Lohn ist die Dankbarkeit der Mittagstischgäste, die aus der Einsamkeit herausgeholt werden konnten.»

Ironman auf Hawaii

Olivier Aebischer (33), Düdingen FR

Olivier Aebischer (33) aus Düdingen FR wird 2013 an den Ironman-Weltmeisterschaften in Hawaii teilnehmen. (Bild: zVg.)
Olivier Aebischer (33) aus Düdingen FR wird 2013 an den Ironman-Weltmeisterschaften in Hawaii teilnehmen. (Bild: zVg.)

«2013 wird für mich ein ganz spezielles Jahr. Ich werde nämlich an den Ironman-Weltmeisterschaften in Hawaii teilnehmen. Nach einer langen Verletzungsodyssee habe ich mich in meinem ersten Ironman überhaupt direkt für die Weltmeisterschaften qualifiziert. Dies gelingt nur rund drei Prozent aller Triathleten auf dieser Welt. Zu meinem ersten Ironman startete ich am 3. November 2012 in Florida. Im Gesamtklassement wurde ich hinter 19 Profis und zwei Altersklassentriathleten 22. von 2500 Gestarteten.»

Viele Gründe zum Feiern

Theres Gloor-Stemmer (77), Baar ZG

Familie Gloor-Stemmer feiert 2013 gleiche mehrere Jubiläen. (Bild: zVg.)
Familie Gloor-Stemmer feiert 2013 gleiche mehrere Jubiläen. (Bild: zVg.)

«Am 10. November 2013 wird mein lieber Mann 80 Jahre alt. Am 9. Mai 2013 wird unser Sohn Markus 50 Jahre alt. Am 8. April 2013 feiern wir unseren 55. Hochzeitstag. Enkel Leroy, Sohn von Tochter Barbara, wird am 13. Juni 2013 20 Jahre jung. Am 24. September 2013 wird Stefan, der Lebenspartner von Barbara, 40 Jahre alt. Und das alles im Jahr 2013!»

Jon Bon Jovi kennenlernen

Beatrice Schranz (39), Courtepin FR

Beatrice Schranz macht 2013 einen Trip nach Mailand, um Jon Bon Jovi kennenzulernen. (Bild: zVg.)
Beatrice Schranz macht 2013 einen Trip nach Mailand, um Jon Bon Jovi kennenzulernen. (Bild: zVg.)

«Seit über 25 Jahren bin ich ein grosser Fan von Jon Bon Jovi. Die Musik begleitet mich seit meinem 12.Lebensjahr. Die Musik hat mir mit 14 Jahren geholfen, die schwere Zeit zu überstehen, als mein Vater starb. Aber auch glückliche Momente verbinde ich mit dieser Musik. Wie zum Beispiel meine Hochzeit und die Geburt meiner zwei Kinder. Mein Traum war schon immer, Jon Bon Jovi kennenzulernen. Nächsten Juni habe ich nun die Gelegenheit dazu. Ich mache einen Trip nach Mailand, organisiert durch den US-Fanclub. Mir wurde versichert, dass ich ihn dort treffen werde und ihm Fragen stellen dürfe. Das Schöne daran ist, dass meine langjährige Freundin, die all diese Lebensabschnitte mit mir durchgemacht hat, mich begleitet. Ich hoffe doch sehr, dass ich mit einem schönen Foto von Jon und mir nach Hause fahren werde. Im Anhang ein Foto von mir und Jons Gitarre, das anlässlich der Backstage-Tour vom Juli 2011 gemacht wurde. Dort liess er sich leider nicht blicken, aber das Konzert, mein 15., war fantastisch. Zudem feiere ich 2013 meinen 40. Geburtstag.»

Ski-, Velo- und Segelferien und eine Wallfahrt

Felix Untersander-Huber (70), Pfäffikon SZ

Felix Untersanders 2013 strotzt nur so vor Höhepunkten. (Bild: zVg.)
Felix Untersanders 2013 strotzt nur so vor Höhepunkten. (Bild: zVg.)

«Als Pensionierter geniesst man eigentlich tagtäglich Höhepunkte. Schon am frühen Morgen fängt es an, man fühlt sich wohl, ist aufgestellt und beginnt den Tag mit einer positiven Einstellung. Highlights fürs nächste Jahr gibt es viele, man hat schliesslich Zeit, und man soll sie nutzen, so lange es die Gesundheit erlaubt. 2013 strotzt nur so vor Höhepunkten: Skiferien, Veloferien im Elsass, Segelturn auf der Ostsee, Städteflug nach Hamburg, Wallfahrt nach Lourdes und zum Abschluss drei Wochen mit dem Auto quer durch das fantastische Irland. Nebenbei musiziere ich auch noch und treffe Freunde. Ist das Leben nicht schön? Irgendwann wird der Körper müde — nicht aber müde, in Erinnerungen zu schwelgen und den Grosskindern und Freunden von den Höhepunkten der vergangenen Jahre zu erzählen.»

2013 wird alles besser

Karin Reimann (43), Kaufdorf BE

Nach einer schwierigen Zeit wird für Karin Reimann 2013 alles besser. (Bild: zVg.)
Nach einer schwierigen Zeit wird für Karin Reimann 2013 alles besser. (Bild: zVg.)

«Vor fünf Jahren wurde ich krank, gleichzeitig habe ich mich getrennt. Eine belastende Zeit, vor allem für meine Kinder Pascal (20) und Joelle (15). Grossen Rückhalt gaben mir immer meine Eltern. Doch dann starb mein 65-jähriger, gesunder Vater am 1. Januar 2009 an plötzlichem Herzstillstand. Es folgte die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich hatte keine Kraft mehr, fühlte mich als schlechte Mutter. Am 17. Oktober 2009 lernte ich Oliver kennen: Ich habe bis heute das Gefühl, dass mir dieser Mann einfach vor die Füsse fiel! Doch es folgten wieder schwierige Zeiten: Von den jeweiligen Scheidungen waren nun vier Kinder betroffen. Nun haben wir endlich unsere Traumwohnung gefunden: Am 1. Februar 2013 ziehen wir zusammen. Meine Tochter hat ihre Traumlehrstelle bei der Post erhalten. Sie fängt im Sommer 2013 mit der Ausbildung an. Mein Sohn beendet im Sommer 2013 seine Lehre und geht in die Rekrutenschule.»

Wanderung mit der Mutter

Ursula Giger (42), Krummenau SG

Ursula Giger (42) wird 2013 mit ihrer Mutter den Grasslerweg von München bis Venedig zu Fuss beschreiten. (Bild: zVg.)
Ursula Giger (42) wird 2013 mit ihrer Mutter den Grasslerweg von München bis Venedig zu Fuss beschreiten. (Bild: zVg.)

«Vor einigen Jahren wurde ich durch ein Inserat auf den Grasslerweg (München bis Venedig zu Fuss) aufmerksam. Da ich ein grosser Wandervogel und eine Bergliebhaberin bin, wurde der Weg auch bald zu meinem Traumpfad: 28 Etappen, 520 Kilometer, 20'000 Höhenmeter. Irgendwann begann meine Mutter, sich auch mit dem Projekt zu befassen und teilte mir mit, dass sie mich gerne begleiten möchte. Die Planung schritt voran, und wir freuen und freuten uns schon riesig auf unsere Wanderung. Im Sommer 2011 meldete sich bei ihr aber der Krebs zurück, und sie musste Chemotherapien und Spitalaufenthalte über sich ergehen lassen. Da beschloss ich, auch den Weg von meinem Wohnort nach München und später den Weg von Venedig zurück nach Hause zu Fuss zu gehen. Fest steht: Im nächsten Jahr ist der Start Mitte Juli geplant. Hoffentlich mit meiner in­zwischen wieder gesunden Mutter. Wir haben fünf Wochen eingeplant.»

Ein neuer Stall und ein neues Familienmitglied

Karin Siegenthaler-Wälchli (36), Freiburg

Familie Siegenthaler-Wälchli erwartet im Jahr 2013 Nachwuchs. (Bild: zVg.)
Familie Siegenthaler-Wälchli erwartet im Jahr 2013 Nachwuchs. (Bild: zVg.)

«Wir werden 2013 mehrere Höhepunkte erleben: Mein Mann Stefan und ich bewirtschaften in Düdingen ganz am Rand der Stadt Freiburg einen Bauernbetrieb. Im Februar beginnen wir, einen Teil der alten Gebäude abzureissen, wir werden an jenem Ort einen neuen Stall mit Lagerraum bauen. Dieses Projekt beschäftigt meinen Mann schon seit mehr als einem halben Jahr. Anfang April, wenn auf der Baustelle viel Arbeit anfällt, sollte unser drittes Kind das Licht der Welt erblicken. Wir hoffen schon heute, dass alles gut geht und wir unser neues Familienmitglied in die Arme schliessen können. Mitte August beginnt für unsere ältere Tochter Leonie die erste Klasse und die jüngere Tochter Anja wird in den kleinen Kindergarten eintreten.»