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23. Dezember 2013

Mein liebster Weihnachtsschmuck

Leserinnen und Leser vom Migros-Magazin haben ihre liebste Weihnachtsschmuck fotografiert. Sehen Sie die Bilder und lesen die Geschichten dazu.

Weihnachtsengel
Weihnachtsengel

Rosmarie Bisang aus Alhaurin el Grande (Màlaga, Spanien):In meinem Heimatdorf Gebenstorf gibt es seit vielen Jahren einen Schüler-Weihnachtsmarkt. Immer an einem Freitagabend Ende November. Die Schüler verkaufen ihre selbst hergestellten Sachen, wie Weihnachtsschmuck, Karten, Windlichter und vieles mehr. Auf diesem Weihnachtsmarkt habe ich vor über 25 Jahren meinen Engel gekauft, der nun jedes Jahr seinen Platz am Weihnachtsbaum bekommt.

Kugel Adventszug silberne Kugel
Kugel Adventszug silberne Kugel

Helen Reiss-Gotsch aus Ramsen/SH: Meine drei Lieblingsstücke hängen zieren jede Weihnachten meinen Baum und stehen auf dem Fenstersims. Die rosarote Kugel ist ein Erbstück meiner Schwiegermutter aus dem Jahr 1955. Mein Sohn, der heute 52 Jahre alt ist, bastelte den Adventszug im Alter von 4, und die silberne Kugel mit den blauen Punkten bastelte meine 44-jährige Tochter, als die fünf Jahre alt war.

Waldmeister
Waldmeister

Konrad und Katharina Weber-Filli aus Niederglatt: Der Weihnachtsschmuck stammt von meiner Mutter. Wie alt er ist, weiss ich nicht genau. Da mit der Waldmeister an meine Kindheit erinnert, freue ich mich jedes Jahr darüber.

Weihnachtspyramide
Weihnachtspyramide

Dodo Bruhin aus Wermatswil: Unsere Weihnachtspyramide entstand anlässlich des Adventsfensters, das bei uns im Dorf jährlich stattfindet. Max war der Erbauer dieser Pyramide. Aus einem alten Ventilator bastelte er einen Motor, welcher die Rotoren kreisen lässt. Dazu kamen viele Holzspielsachen aus dem Brockenhaus. Für mich ist es der schönste Weihnachtsschmuck, da aus Altem Neues entstand. Er löst eine nostalgische und kindliche Freude in mir aus.

Krippenfiguren
Krippenfiguren

Rosmarie Maag aus Dietikon: Nach der Geburt unserer ersten Tochter im Jahr 1971 trat Weihnachten mit der Weihnachtsgeschichte auch für uns in in den Mittelpunkt. Gleichzeitig hatte ich Gelegenheit, bei einer Handarbeitslehrerin unsere ganz persönlichen Krippenfiguren zu gestalten. Sie sind aus Textil und können nicht nur angeschaut werden, sondern man darf sie auch anfassen ohne dass sie beschädigt werden. Seit 40 Jahren schmücken die Krippenfiguren unsere Stube. Nun erfreuen sich unsere drei Enkelkinder daran.

Engel
Engel

Elisabeth Friedli aus Schwarzenburg: Mein allerliebster Weihnachtsschmuck ist dieser Holzengel, der in der Weihnachtszeit bei uns im Fenster hängt. Mein Vater bastelte ihn im Jahr 1951 als Prunkstück für das Weihnachtsschaufenster in seinem Geschäft, wo er jeweils inmitten einer glitzernden Schneelandschaft mit grossen, geblasenen Weihnachtskugeln und einer grossen, blauen Weihnachtsglocke zu dem Töff ausgestellt wurde. In meinen Kinderaugen kam mir dieser Weihnachtsschmuck riesig vor.

Krippenfiguren
Krippenfiguren

Sabina Prieto aus Ebikon: Schon als kleines Kind fand ich die einzig wahren Krippenfiguren die, die bei uns zu Hause unter dem Weihnachtsbaum standen und noch heute stehen. Mein Vater hatte die Figuren vor einigen Jahrzehnten selbst getöpfert. Später als ich eine eigene Wohnung hatte, hatte ich keine Lust mir eine Krippe aufzustellen. Mir gefiel einfach nur die eine… Nach einigen Jahren kramte mein Vater sein altes Töpferzeug hervor und bastelte mir zu Weihnachten einen Josef, eine Maria und ein Jesuskind. Ein Jahr später schenkte er mir die drei Könige. Zwölf Monate später ergänzte er die Krippe mit einem Schäfer und drei Schafen. Den Ochsen und den Esel bekam ich ein weiteres Jahr darauf. Zum Abschluss erhielt ich noch einen Engel, der den Weg zur Krippe zeigt. Meine Lieblingsfigur ist der mittlere König, der das Gesicht meines Vaters hat.

Weihnachtshäuschen
Weihnachtshäuschen

Barbara Fuhrer aus Unterseen: Mein Bruder und ich erhielten dieses Weihnachtshäuschen vor 41 Jahren von unserem Onkel aus Amerika. Auch nach all diesen Jahren funktioniert die Musikdose mit dem Weihnachtsmann noch einwandfrei. Mit dem Lied Jingle Bells fährt der Weihnachtsmann das Hausdach hoch und bringt so den Kindern ihre Weihnachtsgeschenke, die er ins Kamin wirft.

Kirche
Kirche

Mathilde Wyss aus Luchsingen: Meine Mutter, Jahrgang 1918, wurde Vollwaise als sie sechs Jahre alt war. Sie wuchs bei ihrer Patentante in einem wohlhabenden aber herzlosen Haushalt auf. Als sie eine eigene Familie gründete, feierte sie die Advents- und Weihnachtszeit mit viel Liebe. Stundenlang konnte sie mir Märchen erzählen und die Wohnung war immer schön geschmückt. Ich war in der 3. oder 4. Klasse, als das fotografierte ‘Chileli’ zum ersten Mal an unserem Christbaum hing. Als meine Mutter wieder alleine wohnte und keinen Christbaum mehr schmückte, schenkte sie das Chileli mir. Und auch in unserer Familie gehörte es einfach dazu und es hatte seinen Stammplatz. diesem Jahr – ich bin inzwischen 72-jährig – wird es wieder an unserem Baum hängen.

Figuren aus Glasgranulat
Figuren aus Glasgranulat.

Vreni und Peter Furrer aus Thun: Vor 33 Jahren kreierte ich mit meinen zwei Buben Andi und Micha, 7- und 9-jährig, die Figuren aus Glasgranulat. Dieses weihnächtliche Bild ziert seither jeden Advent unser Stubenfenster. Das Entstehen dieser „Werke“ ist noch vor unser aller Augen: mit der Farbwahl des Granulats bis hin zur Härtung im Backofen. Nun bestaunt bereits unsere nächste Generation die Weihnachtsfiguren und wir freuen uns alle über ihre leuchtenden Gesichter.

Weihnachtspyramide
Weihnachtspyramide

Hartmut Hertel aus Au/SG: Die Weihnachtspyramide ist ein wichtiges Objekt in der Weihnachtszeit und wesentlicher Bestandteil der Weihnachtsdekoration im Erzgebirge. Das ist jener Teil Deutschlands, in dem Holzfiguren als Dekorationsartikel hergestellt werden. Die brennenden Kerzen, die auf der Tragkonstruktion befestigt sind, erzeugen Wärme. Diese steigt nach oben und treibt das Flügelrad an. Dadurch wird die Spindel in Drehung versetzt und die sich auf dem Teller befindenden Figuren drehen sich im Kreis. Als Kinder haben wir gerne auch unsere Scherze mit der Pyramide getrieben. Zum Beispiel haben mit einer zusätzlichen Kerze etwas mehr Wärme erzeugt und die Flucht beschleunigt. Wir wollten die Weihnachtsgeschichte lebensnah machen!

Weihnachtslaterne
Weihnachtslaterne

Margreth Rieben aus Worb: In der 8. Klasse, inzwischen sind über 60 Jahre vergangen, unterrichtete uns ein neuer Zeichenlehrer. Bald wurde Zeichnen zum neuen Lieblingsfach (vielleicht war eine kleine Schwärmerei dabei...). Jedenfalls bastelten wir in der Adventszeit dieses Laternli. Mit grossem Eifer und Freude war ich dabei und plötzlich war der Wunsch Kindergärtnerin zu werden geboren. Ich übte diesen Beruf fast 40 Jahre aus! Heute bin ich 77 Jahre alt und denke mit Dankbarkeit an diesen Lehrer zurück. Das Laternli ist alt und zerbrechlich geworden,aber es strahlt jede Weihnachten

Musikdosenengel
Musikdosenengel

Brigitte Derungs aus Güttingen: „Stille Nacht“ erklingt noch immer klar und melodiös beim Aufziehen der Musikdose. Das „Drumherum“ hingegen musste vielfach aufgemotzt werden. Ging der hellblaue Musikdosentraum aus Holz doch während vielen Jahren durch die Hände unserer zwei Kinder, die heute zwar längst erwachsen, aber den Musikengel immer noch als etwas Spezielles empfinden. Erworben habe ich den Engel kurz vor Weihnachten 1986 bei einem Versandhandel. Ich wollte für das erste Weihnachtsfest mit unserer damals halbjährigen Tochter etwas Zauberhaftes, etwas zum Staunen. Ein sogenanntes “Seligkeitsding“, wie Astrid Lindgren es einmal in einer ihrer Geschichten aus der Kindheit beschrieben hat. Seither ist kein Weihnachtsfest vergangen, ohne dass der Musikengel zum Einsatz kam. Zwar trägt er nach dem Verlust seines goldenen Haarreifs eine ziemlich wilde Lametta-Frisur und der künstliche Schnee wurde mehrfach durch neue Watte ersetzt. Der Stab mit dem Stern, welchen er in der Hand trug, ist nicht mehr auffindbar und auch die Flügel sind ihm abhanden gekommen. Letzteres hat auch sein Gutes: So kann er gewiss nie davonfliegen. Und „Stille Nacht“ wird auch dieses und in weiteren Jahren wieder ertönen.

Weihnachtsstern
Weihnachtsstern

Anneliese Dhillon-Schenk aus Wangen b. Dübendorf:Unser 15-jähriger Sohn bastelte diesen Stern vor vier Jahren. Seine Form und die Beleuchtung machen ihn zu meinem liebsten Weihnachtsschmuck. Zudem erinnert er mich an die Weihnachtsstrassenbeleuchtung im Städchen Burgdorf um etwa 1970, als ich dort aufwuchs.

Tonhund
Tonhund

Therese Achermann aus Langnau am Albis: Dieser Hund aus Ton ist 30 Jahre alt. Seit jeher stellen wir ihn unter den Christbaum neben der Krippe auf. Unsere Tochter töpferte ihn in ihrem ersten Kurs im alter von acht Jahren. Deshalb hat er für uns einen ganz besonderen Wert.

Weihnachtskrippe
Weihnachtskrippe

Leni Furrer aus Suhr: Vor etwa 17 Jahren kümmerte ich mich um Strassensänger und -händlern aus Ecuador. Diese herzigen jungen Menschen waren so dankbar dafür, dass Sie mir zu Weihnachten eine handgestrickte Jacke und eine allerliebste Krippe schenkten. Das Jahr über klappt man den Deckel zu und sieht nur eine verzierte Schalenfrucht. Im Advent öffnet man sie - und staunt über die geschnitzten und bunt bemalten Krippenfiguren.

Autor: Reto Vogt