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29. September 2014

Mehr Geld für Kitas

Der Bund hat die Finanzhilfe für die familienergänzende Kinderbetreuung bis 2019 verlängert. In der Zukunft seien aber neue Finanzierungsmodelle notwendig.

Kita
Gut aufgehoben: Mehr Krippenplätze dank Bundeshilfe. (Bild: Keystone)

Ab 2015 bis 2019 stellt der Bund weitere 120 Millionen Franken für die Förderung neuer Plätze in Kitas zur Verfügung, dem hat nun auch der Ständerat zugestimmt. Damit kann die Erfolgsgeschichte der familienergänzenden Kinderbetreuung weitergehen: Seit dem Start des Impulsprogramms im Jahr 2003 konnten rund 43 000 neue Krippenplätze geschaffen werden. Und zwar nachhaltig, bestanden doch die meisten der während zwei Jahren mit maximal 5000 Franken geförderten Plätze auch nach Einstellung der Subventionen weiter.

Das Geld sei auch in den kommenden Jahren zwingend nötig. «Es gibt noch grossen Bedarf für neue Plätze, vor allem in ländlichen Gebieten, aber nicht nur dort, auch in einigen Städten herrscht punktuell noch Mangel», sagt Talin Stoffel (41), Co-Geschäftsleiterin von Kibesuisse, dem Verband Kinderbetreuung Schweiz. Mit der nun verlängerten Subventionierung der familienergänzenden Kinderbetreuung ist für Kibesuisse aber nur ein Etappenziel erreicht.

Jetzt müsse die langfristige Finanzierung angepackt werden. «Die Elternbeiträge für Kitas sind am oberen Limit angelangt, viele Familien können sich diese Kosten nicht leisten», sagt Talin Stoffel. «Deshalb müssen wir jetzt damit beginnen, neue Finanzierungsmodelle für die gesamte Branche der familien- und schulergänzenden Betreuung zu diskutierien. Und welche Rolle Bund, Kantone, Gemeinden und die Wirtschaft dabei spielen werden.»

Finanzierung ist aber nur eine Aufgabe für die Zukunft. «Wir müssen die Kitas auch weiterentwickeln, denn die Bedürfnisse haben sich weiterentwickelt. Früher waren Kitas vor allem Hütedienste. Heute wünschen Eltern, dass dort die Qualität stimmt und ihre Kinder gefördert werden, nicht mit Frühchinesisch, aber mit einem anregenden Umfeld.»

Autor: Daniel Schifferle