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27. Juli 2015

Mami, was ist eigentlich Ozon?

In der Rubrik «Mami, was ist eigentlich...» beantwortet das Migros-Magazin regelmässig Fragen von Kindern zu aktuellen Themen. Diesmal will Elena (14) von der Mutter wissen, was Ozon ist. Hier ist Gabriela Bonins Antwort.

Mami, was ist eigentlich Ozon?

Oh nein! Von Chemie habe ich noch weniger Ahnung als du.
Aber okay, reden wir darüber. Lassen wir die Molekülformel aber besser beiseite. Schauen wir es ganz praktisch an: Ozon kann nerven. Vor allem jetzt, im Sommer.

Es ist ein Gas, das natürlicherweise in kleinen Mengen in der Atemluft vorkommt. Wegen der starken Sonnenstrahlung steigt der Anteil von Ozon immer mehr an. Davon bekommt man gereizte Augen und Kopfschmerzen.
Ozon ist giftig. Es ist der Hauptbestandteil des sogenannten Sommersmogs. Unsere Behörden haben festgelegt, ab welchem Wert der Ozonanteil in der Luft schädlich ist: Dieser liegt bei 120 µg/m³.

Vor Kurzem waren Zürich und Basel mit über 180 µg/m³ belastet, Locarno und Genf gar mit über 210. Daran sind wir selbst schuld: Ozonbelastung entsteht aufgrund von Luftverschmutzung. Wir sollten weniger Auto fahren, weniger fliegen, mehr Velo und Zug benützen.

Ozon in der Stratosphäre schützt vor schädlichen UV-Strahlen der Sonne
Ozon in der Stratosphäre schützt vor schädlichen UV-Strahlen der Sonne. (Bild: iStockphoto)

Ozon ist aber auch lebensnotwendig: Während es uns hier unten auf der Erde schadet, ist es oben in der Stratosphäre nützlich: Die Erdkugel ist von einer Ozonschicht umgeben, die uns vor den schädlichen UV-Strahlen der Sonne schützt.
Übrigens wird das Wasser in unserem Freibad mit Ozon gereinigt, da es hilft, Keime abzutöten. Es kommt eben sehr darauf an, wo und wie Ozon auftritt.