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10. August 2015

Mami, was ist eigentlich ein Findeltier?

In der Rubrik «Mami, was ist eigentlich...» beantwortet das Migros-Magazin regelmässig Fragen von Kindern zu aktuellen Themen. Diesmal will Levana (7) von der Mutter wissen, was ein Findeltier ist. Hier ist Gabriela Bonins Antwort.

Mami, was ist eigentlich ein Findeltier?

Wenn wir unser Büsi Camillo verlieren und jemand es findet, ist Camillo für diesen Finder ein Findeltier.
Während der Sommerferien verschwinden mehr Katzen als üblich. Natürlich verliert man sie nicht einfach so wie einen Turnsack. Aber wenn Katzenbesitzer verreisen, lassen sie ihr Büsi meist zu Hause, und ein Nachbar füttert es. Da kann es sein, dass es vor lauter Alleinsein öfter herumstreunt, dass es irgendwo aus Versehen eingeschlossen wird, sich verletzt und Hilfe braucht. Wer so ein Findeltier entdeckt, muss ihm helfen.

Das ist sogar ein Gesetz, auch wenn das viele Leute nicht wissen. Man informiert die Tiermeldezentrale, versorgt das Tier, bringt es zum Tierarzt oder ins Tierheim. Allerdings sind diese im Sommer meist überfüllt.
Manche Tierbesitzer geben ihre Hunde, Katzen und Vögel nur ferienhalber ins Heim. Andere geben sie für immer ab. Ihre Tierliebe endet auffallend oft vor den Ferien.
Ganz herzlose Leute setzen ihre Haustiere in der freien Natur aus, dort können sie aber nicht überleben. Darum ist das auch verboten.

Früher galt ein Tier vor dem Gesetz als eine Sache. Seit 2003 ist das nicht mehr so. Seither wird die Würde des Tieres besser geschützt.
Schau dir mal Camillo an: Ist doch logisch, dass der nicht eine Sache ist oder gar wie ein Turnsack behandelt werden darf, oder?

Autor: Gabriela Bonin