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15. Februar 2016

Drei Top-Smartphones im Vergleich

Der Vergleich zeigt, wo das Fairphone 2, Microsofts Lumia 950 und Nexus 6P von Google jeweils ihre Stärken und Schwächen haben. Und für wen sich ein Kauf welchen Geräts lohnt.

Fairphone 2, Microsofts Lumia 950 und Nexus 6P
Fairphone 2, Microsofts Lumia 950 und Nexus 6P.

Fairphone 2

Fairphone setzt auf Transparenz. Auf der Website ist aufgeschlüsselt, wie der Verkaufspreis im Detail zustandekommt. Ausserdem nutzt die Firma vorwiegend Rohstoffe aus geprüften Minen und zeigt, wo diese verarbeitet werden. Die verwendete Hard- und Software ist zwar nicht topaktuell, genügt aber im Alltag problemlos. Einzigartig ist der modulare Aufbau.

Plus: Das Gerät ist so konzipiert, dass es nur mit einem Schraubenzieher auseinander genommen werden kann. Wenn also Kamera oder Bildschirm kaputtgehen, lassen sie sich einfach einzeln ersetzen.

Minus: Kamera und Akku schwächeln. Darüber hinaus wirkt das Gerät etwas klobig. Die Hülle anzubringen, ist knifflig.

Fazit: Ein Smartphone für das gute Gewissen – und fürs Portemonnaie: Einzelteile ersetzen zu können, ist einzigartig.

Preis: 610 Franken

Microsoft Lumia 950

Windows 10 funktioniert nicht nur auf PCs, sondern auch auf dem Lumia 950. Office-Programme wie Word und Excel sind zwar vorinstalliert, kosten aber jährlich 110 Franken. Immerhin dürfen sie für diesen Preis auf bis zu zehn Geräten im Haushalt verwendet werden. Das Smartphone selbst ist technisch auf der Höhe und bietet erweiterbaren Speicher.

Plus: Grösster Pluspunkt ist nicht das Handy selbst, sondern das 80 Franken teure «Display Dock», das Smartphone und Bildschirm koppelt. So kann Ersteres quasi als PC-Ersatz genutzt werden.

Minus: Windows 10 als Betriebssystem funktioniert zwar einwandfrei, bietet aber weniger Apps als die Konkurrenz.

Fazit: Gutes, preiswertes Smartphone mit scharfem Display. Negativ fällt nur der – immerhin – wechselbare Akku auf.

Preis: ab 549 Franken

Google Nexus 6P

Android ist das am weitesten verbreitete Handybetriebssystem. Google modifiziert es anders als viele Hersteller nicht – das macht die Bedienung intuitiver und flüssiger. Die integrierte Technik lässt keine Wünsche offen – abgesehen davon, dass sich der Speicherplatz nicht erweitern lässt. Die Kameras wissen im Gegensatz zu den Vorgängern zu überzeugen.

Plus: Punkto Design und Verarbeitung ein hochwertiges Gerät, das mit der neusten Android-Version «Marshmallow» ausgeliefert wird. Keine Wartezeiten bei Updates, da Google eigene Geräte priorisiert.

Minus: Grösse und Gewicht des Geräts sind nicht jedermanns und vor allem -fraus Sache. Bratpfannengrosse Hände helfen.

Fazit: Für Android-Fans ein Muss. Das Nexus 6P ist derzeit sicher das beste Smartphone mit diesem Betriebssystem.

Preis: ab 599 Franken

Autor: Reto Vogt