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15. September 2014

London: Neue Attraktionen an der Themse

Noch bis Ende September läuft das Festival «Totally Thames». Anlass für die Neuentdeckung des Themsequartiers mit exklusivem Hotel, angesagten Restaurants und weiteren Neuheiten.

Blick vom The Shard
Dass es in London ständig regnet, ist ein bösartiges Gerücht. Die Lobby des Shangri-La gibt den Blick auf das Stadtbild entlang der Themse frei, das sich in den letzten Jahren stark veränderte.
London by night: Das Shard ermöglicht den Blick auf Themse und Tower Bridge
London by night: Das Shard ermöglicht den Blick auf die Themse, die Tower Bridge und viele neue Gebäude und Hochhäuser. (Bild zVg)

8,5 Millionen Touristen reisten 2013 auf der Themse, die London mit der Nordsee verbindet. Und Totally Thames nennt sich ein Festival, das noch bis zum 30. September 2014 dauert und über 100 Veranstaltungen umfasst: www.totallythames.org

Im 35. Stockwerk befindet sich die «Sky-Lobby» des Shangri-La
Im 35. Stockwerk befindet sich die «Sky-Lobby» des Shangri-La. Hier ist auch die Rezeption des Hotels. (Bild zVg)

Neueste Attraktion an der Themse ist Westeuropas höchstes Gebäude «The Shard» (zu Deutsch «Scherbe», 310 Meter). Im Mai 2014 wurde dort, in der Nähe der bekannten Tower Bridge, das Luxushotel Shangri-La at The Shard eröffnet. Die Lobby befindet sich im 35., die Zimmer reichen bis zum 50. Stockwerk. Die Gong-Bar, ein kleines Schwimmbecken und das Fitness sind zwei Stockwerke höher situiert.
Im von Renzo Piano gestalteten Pyramidengebäude hat jedes der 202 Zimmer und Suiten einen anderen Grundriss. Wer für die Übernachtung nicht 325 Pfund respektive 490 Franken bezahlen will, sollte sich unbedingt einen Viergänger im Restaurant Ting leisten: moderne britische Küche für 49 Pfund (wer einen Fensterplatz möchte, muss vorzeitig reservieren!).
www.shangri-la.com/london

Nur ein paar Fussminuten von The Shard entfernt liegen der Borough-Markt ( www.boroughmarket.org.uk ), die Hay's Galerie sowie die Tate Modern, das weltweit grösste Museum für Kunst. Das Shard mit der U-Bahn-Station London Bridge eignet sich deshalb als Ausgangspunkt zum Entdecken vieler neuer Attraktionen.

Meine Restauranttipps für London: Neben dem bereits erwähnten Ting im Hotel Shangri-La zeitgenössisch-britisch im Berners Tavern ( www.bernerstavern.com ), dem seit 2013 dritten Projekt des stadtbekannten Jason Atherton. Asiatisch-japanisch im Inamo. Hier bestellt man das Essen per Fingerdruck auf Menüs, die auf den Tisch projiziert werden ( www.inamo-restaurant.com, die Filiale an der Wardour Street ist aufgrund der Einrichtung vorzuziehen). Baskisch-modern wird im Ametsa gekocht. Es eröffnete im März 2013 und wird von Elena Arzak und ihrem Vater Juan Mari Arzak betrieben. Die baskische Familie ist durch das gleichnamige Restaurant in San Sebastian bekannt, das drei Michelin-Sterne erreichte. «Ametsa» schaffte im September 2013 immerhin einen Stern ( www.comohotels.com ). Wer etwas Profaneres sucht, soll sich an Bedales im Borough-Markt halten. Es befindet sich an der Bedale Street 5. Im Lokal ist man umgeben von Weinflaschen, die man zum Essen aussuchen kann. Das Restaurant ist meist voll, es lohnt sich, wie bei allen anderen Adressen, zu reservieren: Tel. +44 20 7375 1926.

Weinliebhaber, die Flaschen kaufen wollen, sollten sich an Hedonism Wines an der Davies Street 3-7 halten. Eine schöne Bierauswahl findet man bei Utobeer im Borough-Markt. Ebenfalls in diesem Markt befindet sich das Geschäft der Cartwright Brothers: Dort gibt es neben Biersorten so exotische Getränke wie Holunder- oder Erdbeerwein aus England oder Wodka mit Karamell- oder Marshmallowgeschmack.

Zwei Neuheiten zum Schluss: Nach einer 40 Millionen Pfund teuren Umbauphase erfolgte im Juli 2014 die Wiedereröffnung von Londons Imperial War Museum. 2016 soll in Kensington ein Design-Museum eröffnen.

Autor: Reto Wild

Fotograf: Reto Wild