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01. Juni 2015

Liebesbezeugungen für Mama

Ab gewissem Alter wollen Jungs die Mutter öffentlich nicht mehr herzen («Unangenehme Küsschen der Mama»). Andere Liebeserklärungen machen sie aber schon. Ein paar Beispiele – welche erhielten Sie schon?

Lass Herzen sprechen
Lass Herzen sprechen: Manchmal verzichtet der Kleine gar auf den Schleckstengel. (Bild: Getty Images)

Viele Bubenmütter gewöhnen sich daran, dass der männliche Nachwuchs plötzlich öffentlich keine Küsschen oder Streicheleinheiten mehr geben mag. Und erhalten eigentlich auch nicht. Manchmal noch in den eigenen vier Wänden, in einigen Fällen auch dort nicht. Öfters tritt das Phänomen nach einer Weile bei Primarschülern au, wenn Freundeskreise wichtiger werden und das Leben ausserhalb des Zuhause zu dominieren beginnt. Da will man(n) kein «Mami-Titti» mehr sein...

Die gute Nachricht ist aber: Bei den meisten schwächt sich das auf dem Weg zum Teenager auch wieder schrittweise aus. Einige Buben übernehmen gern auch die eher von Mädchen bekannte Methode, mit einem herausgepressten «Ich hab Dich lieb» etwas Bestimmtes zu erhalten. Will man dies nicht, heisst die kühle Antwort bekanntlich: «Sag einfach, was Du willst ...»
Übrigens ganz natürlich, dass auch die am längsten im Gedächtnis bleibenden Liebeserklärungen und -bezeugungen von Drei- bis Siebenjährigen neben unbedingter Liebe ebenfalls von Abhängigkeit geprägt sind. Die Kleinen sind schlicht noch völlig auf Eltern (und häufig in erster Linie auf die Mutter) angewiesen. Das ist für Fachleute ganz normal.

Wie Eiffeltürme
Einige Jungs kompensieren ausbleibende Küsschen und Co. mit anderen Liebeserklärungen, oder mit speziellen Taten oder Gesten, die ein Danke, grosses Vertrauen oder schlicht Liebe ausdrücken sollen. Bisweilen unbeholfen, aber doch erkennbar. Ist auch dies kaum der Fall, gilt es, sich an die niedlichsten Situationen der Kleinen zu erinnern, als sie sich noch nicht schämten.

Hier nennen wir ein paar Beispiele. Welches war das süsseste oder auch speziellste Liebeserklärung, die Sie erhielten?

Verraten Sie sie unten in einem Kommentar.

Dieser Klassiker geht vom Äussern aus, jedoch mit persönlicher Begründung:
Du bist die schönste Mama auf der Welt, Du bist so kuschelig.

Überhaupt sind Superlative als Qualitätssiegel immer willkommen:
Du bist die beste Mama der Welt. Oder, etwas analytischer:
Du bist die beste Mama der Umgebung.

Der leicht ödipal geprägte Wunsch (und was passiert mit Papa?):
Ich will dich (später einmal) heiraten.

Daneben gibts aber auch entschieden individuelle Liebesbezeugungen:
Ich hab Dich so lieb wie achtundfünfzighunderttausend Eiffeltürme!