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01. Mai 2017

Auf dem Bildschirm oder im Buch lesen?

E-Reader sind unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Traditionelle Bücher haben aber nach wie vor ihren Reiz. Wo punktet das elektronische Device, wo das Buch? Eine Übersicht.

E-Reader
Sparen Platz und punkten allgemein auf Reisen: E-Reader.

Vor zehn Jahren stellte Amazon den ersten Kindle vor. Schon zuvor gab es elektronische Lesegeräte – sogenannte E-Reader. Doch erst dem Kindle ist durch die direkte Anbindung an den Onlineshop der Durchbruch gelungen. Seither hat die Verbreitung von E-Readern und den dazugehörenden E-Books rasant zugenommen.

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E-Reader oder Buch: Wofür entscheiden Sie sich – und weshalb?


E-Reader lassen sich mit Tabletcomputern vergleichen, besitzen allerdings deutlich weniger Rechenleistung, da sie nur einen einzigen Zweck erfüllen müssen: Bücher darzustellen. Der Hauptunterschied ist der Bildschirm. Dieser besteht aus einem E-Ink-Display, das Buchseiten fast wie in einem echten Buch darstellen kann: Es gibt keine Spiegelung durch Sonnenstrahlen, und die Augen ermüden nicht so sehr wie beim Lesen auf einem Tablet.

Vorteile des E-Readers

Der Hauptvorteil des E-Readers ist seine Grösse. Die Modelle von Amazon, Sony oder Tolino sind um ein Vielfaches kleiner und leichter als Bücher. Besonders im Vergleich zu dicken Schinken wie etwa von Stephen King. Da im Gerät zudem Tausende von Büchern Platz finden, sparen Leseratten in den Ferien massig Gepäck. Dank integrierter Beleuchtung kann man auch im Dunkeln lesen.

Es gibt zudem allerlei Zusatzfunktionen. Viele Geräte sind wasserfest und können ohne Bedenken am Strand oder in der Badewanne benützt werden. Einige verfügen über integriertes Internet, damit man überall Bücher herunterladen kann.
Für E-Books muss man zudem keine Buchläden abklappern. Man findet alles online, und alle Werke sind stets an Lager. Beim Reisen ist der E-Reader der klare Gewinner.

Vorteile des Buchs

Das Gefühl, das man hat, wenn man über den Buchdeckel fährt oder die Seiten umblättert, wird selbst der beste E-Reader nie reproduzieren können – genauso wenig wie den Geruch eines Buchs. Bücher mit ihren farbigen Einbänden sind auch Dekoration und ein Stück weit Lebensgefühl. Eine eigene Bibliothek ist schön anzuschauen, und Büchern geht zudem nie der Saft aus.

E-Reader kommen je nach Leseintensität zwar Wochen oder gar Monate ohne Aufladen aus, machen aber irgendwann schlapp. Das kann nervig sein, gerade wenn man an einer spannenden Stelle ist und es weit und breit keine Steckdose hat. Das Gefühl eines echten Buchs ersetzen E-Reader nie, aber sie bieten Platz für mehr Bücher, als man jemals lesen kann und passen in jede Jackentasche.

Autor: Philipp Rüegg

Illustrationen: Supertotto 2Agenten