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30. Januar 2017

Leichtere Einbürgerung für Terzos?

Am 12. Februar stimmen wir über die erleichterte Einbürgerung von Ausländern der dritten Generation ab. Was bedeutet das genau auf dem Weg zum roten Pass? Und wie steht die Schweiz im europäischen Vergleich da?

SO IST ES HEUTE

Je nach Gemeinde gelten andere Bestimmungen
Derzeit müssen auch Ausländerinnen und Ausländer der dritten Generation ein ordentliches Einbürgerungsverfahren durchlaufen. Das Verfahren gestaltet sich je nach Wohnort sehr unterschiedlich: Manche Gemeinden führen schriftliche oder mündliche Einbürgerungstests durch, andere lassen die Gemeindeversammlung abstimmen.
Die Kosten variieren zwischen 300 und 3000 Franken. Auch die Anforderungen sind unterschiedlich: So verlangt etwa der Kanton Uri zehn Jahre ununterbrochenen Wohnsitz auf Kantonsgebiet, im Kanton Bern sind es nur zwei Jahre.
BEI ANNAHME DER VORLAGE

Diese sechs Bedingungen müssen Terzos erfüllen

sechs Bedingungen für den Schweizer Pass
Die sechs Bedingungen für den Schweizer Pass


EINGEBÜRGERTE NACH HERKUNFTSLAND

Eingebürgerte nach Herkunftsland
Eingebürgerte nach Herkunftsland


Strenge Schweizer
Die Schweiz gehört zu den europäischen Ländern mit der restriktivsten Einbürgerungspraxis. Die Karte verrechnet verschiedene Faktoren miteinander: Sprachtests, Verfahrenskosten, Bestimmungen für Secondos und Terzos sowie die Aufenthaltsdauer im jeweiligen Land, bevor ein Antrag gestellt werden kann.
In Irland etwa können Ausländer bereits nach vier Jahren im Land einen Einbürgerungsantrag stellen. In der Schweiz ist dies erst nach 12 Jahren möglich. Und während in der Schweiz selbst Ausländer in der dritten Generation keinen Zugang zu erleichterten Einbürgerung haben, werden in Portugal Ausländer der dritten Generation bei Geburt automatisch portugiesische Staatsbürger.
Diese Unterschiede sind ein Grund für die hohe Ausländerquote der Schweiz. Sie liegt bei rund 25 Prozent.

Die ganze Infografik

Die Doppelseite 16/17 aus der Ausgabe 5 des Migros-Magazins herunterladen oder speichern:

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Autor: Andrea Freiermuth

Infografiken: Daniel Röttele