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16. Juli 2012

Leichter lesen

Bücher aus Papier sind noch immer beliebter als ihre elektronischen Pendants. Trotzdem: E-Books haben ein paar unschlagbare Vorteile.

Mit dem E-Book an den Strand.
Mit dem E-Book an den Strand. (Bild Getty Images)

Gerade in den Ferien ist ein E-Reader eine praktische Sache: Das Gerät, nicht grösser als ein dünnes Taschenbuch, fasst über tausend E-Books. Sollte der Lesestoff doch mal ausgehen oder hat man Lust auf den neusten Bestseller, kann man jederzeit und überall, wo ein Wireless-Internetanschluss vorhanden ist, ein neues Buch kaufen. E-Reader ohne W-Lan-Funktion sind da allerdings etwas eingeschränkt: Diese Geräte sind auf einen PC und ein USB-Kabel angewiesen.

Wer fremdsprachige Bücher liest und dabei gelegentlich ein Wort nachschlagen muss, ist mit einem E-Reader ebenfalls im Vorteil: Bei manchen Modellen genügt es, ein unbekanntes Wort auf dem berührungsempfindlichen Display anzutippen, und schon geht ein Fenster mit einem Lexikoneintrag auf. Andere Zusatzfunktionen wie Musikplayer sind hingegen in Zeiten, in denen jedes Handy Musik spielen kann, eher unnötiger Schnickschnack. Was man bei E-Readern beachten sollte: Nicht alle E-Book-Formate sind mit den Geräten kompatibel. Auf den Kindle beispielsweise lassen sich ausschliesslich Bücher von Amazon laden (es sei denn, man konvertiert die Bücher am PC mit einer Software in ein anderes Format). Abgesehen vom Kindle können jedoch die meisten Reader mit dem E-Book-Format ePub umgehen, das in den meisten Online-Bücherläden verwendet wird (so etwa bei Ex Libris). Auch PDFs können auf praktisch allen Geräten angezeigt werden.

Das iPad als E-Reader

Für Gelegenheitsleser, die kein zusätzliches Lesegerät kaufen wollen, eignet sich auch das iPad als E-Book-Reader. Allerdings ist das Lesen auf dem leuchtenden Bildschirm für die Augen ermüdender als mit der sogenannten elektronischen Tinte eines E-Readers. Zudem ist das iPad einiges schwerer als ein E-Reader, was bei längerem Lesen unbequem wird.
Mit dem iPad (oder auch dem iPhone) kann man per App direkt im iBook Store von Apple Bücher kaufen. E-Books im ePub-Format lassen sich beispielsweise mit der App BlueFire anzeigen. Und: Mit der Kindle-App lassen sich auch Bücher von Amazon herunterladen und lesen. Da sich die App ständig mit dem eigenen Account synchronisiert, speichert das Buch, in dem man gerade liest, ein Lesezeichen, so dass man immer an der richtigen Stelle weiterlesen kann – egal, ob auf dem iPad, auf dem Kindle oder auf dem iPhone.

Autor: Felix Raymann