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10. November 2014

Kunstfreunde sollten Richtung Basel schielen

Die Fondation Beyler vor den Toren von Basel präsentiert ab dem 8. Februar 2015 mit «Paul Gauguin» die ambitionierteste Ausstellung seit dem Bestehen des Museums.

Gemälde «Arearea» (Paul Gauguin)
Paul Gauguins Gemälde «Arearea» ist normalerweise im Musée d'Orsay von Paris zu sehen. (Bild zVg)

Für Basel Tourismus beginnt das Jahr 2015 mit einem veritablen Paukenschlag: Die Fondation Beyeler präsentiert vom 8. Februar bis zum 28. Juni mit «Paul Gauguin» nach eigenen Angaben die ambitionierteste Ausstellung seit dem Bestehen des Museums in Riehen BS. In mehr als sechs Jahren Vorbereitungszeit wurden sowohl Selbstporträts des weltberühmten Malers als auch spirituelle Bilder aus der Bretagne zusammengetragen. Und selbstverständlich fehlen auch seine bekannten, auf Tahiti in der Südsee entstanden Gemälde nicht. Die Ausstellung kostet 29.80 Franken, den Familienpass (zwei Erwachsene und mindestens ein Kind) gibt es für 57.80 Franken.

Für die Fondation Beyeler, die täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist (mittwochs bis 20 Uhr, Anreise mit dem Tram Nummer 2 ab Bahnhof Basel SBB bis Badischer Bahnhof, umsteigen auf Tram Nummer 6), ist Gauguin «einer der berühmtesten und faszinierendsten Maler überhaupt». Kaum ein anderer Künstler habe auf der Suche nach sich selbst und nach einer neuen Kunst einen weiteren und abenteuerlichen Weg auf sich genommen als er. Dabei entdeckte der Franzose eine neue Form von Sinnlichkeit, Exotik, Ursprünglichkeit und Freiheit für die moderne Kunst.

Gauguin sagte über seine Arbeit: «Die Malerei ist die Schönste aller Künste; sie ist die Summe allen Fühlens. Bei ihrem Anblick kann jeder, getragen von seiner Phantasie, einen Roman schaffen, können auf einen Blick tiefste Erinnerungen die Seele überfluten.» Viele der schönsten Meisterwerke Gauguins sind vor den Toren von Basel zu sehen – wie «Gibt’s was Neues» («Parau api»), «Reiter am Strand», «Vision nach der Predigt» oder «Tahiti is a Wonderland».

Gauguin starb übrigens, zeitweise vollkommen verarmt, 1903 auf der zu den Marquesas gehörenden Insel Hiva Oa.

Autor: Reto Wild