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12. August 2013

Kultur und Strandfeeling in Norwegens Hauptstadt

Tourismusexperte Reto E. Wild verrät vom Munch-Museum bis zum Werftgelände seine Tipps für Osloreisen – online ausführlich alles zur trendigen Halbinsel Bygdøy.

Aker Brygge mit dem Osloer Rathaus
Aker Brygge mit dem Osloer Rathaus im Hintergrund.

2013 feiert Norwegen den 150. Geburtstag von Edvard Munch (Programm unter www.munch150.no ). Oslos Munch-Museum beherbergt die weltweit grösste Sammlung von Werken des norwegischen Malers. Bis 2018 soll die Sammlung in ein neues Gebäude neben der brandneuen Oper, direkt am Oslofjord, umziehen.

Ein Muss für Kulturinteressierte sind zudem die Vigeland-Skulpturen im Frogner-Park sowie die Halbinsel Bygdøy, die in diesen Tagen auch unter Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel ist — dank der Strände, Beachvolleyball, Cafés und des teilweise über 20 Grad warmen Wassers des Oslofjords.

Gut 20 Fussminuten vom modernen Hauptbahnhof entfernt liegt das In-Quartier Grünerløkka. Hier sind neue Cafés, Bars und Restaurants entstanden.

Meine Tipps zum Essen: Südøst (trendig, Fusion) oder Le Benjamin (französisch).
Übernachten: Thon Hotel Astoria (zentral, schlicht).
Für skandinavisches Design: House of Oslo.
Weitere Attraktionen: Nobel-Friedenszentrum oder das einstige Werftgelände Aker Brygge (Crevetten mit Mayo essen!).

Gut zu wissen: Vom Flughafen Gardermoen braust die Hochgeschwindigkeitsbahn mehrmals stündlich in 22 Minuten zum Hauptbahnhof.
Oslo-Pass: 2 Tage kosten 270 Kronen, inbegriffen sind ÖV und mehr als 30 Attraktionen.

Die Attraktionen der Halbinsel Bygdøy

Die Osloer Halbinsel Bygdøy ist bei Touristen und Einheimischen gleichermassen beliebt. Besucher schätzen die vielen Museen, die Bewohner die Strände und die für nordische Verhältnisse angenehmen Badetemperaturen im Oslofjord. Die wichtigsten Tipps zur norwegischen Hauptstadt und Bygdøy.

Auf Krebsfang von Aker Brygge aus
Auf Krebsfang von Aker Brygge aus, wo die Meerestiere am Fluss auch angeboten werden.

Von Aker Brygge aus, das immer weiter Richtung Wasser ausgebaut wird und heute 5000 Restaurantplätze anbietet, fahren mehrmals stündlich bis 20.45 Uhr Boote zur Halbinsel Bygdøy. Es lohnt sich, vorher bei einem lokalen Fischer eine Portion frische Crevetten einzukaufen. Im Sommer ist Bygdøy ein beliebtes Ausflugsziel unter den Einheimischen, kommt doch hier dank Strand, Beachvolleyball, Cafés und dem bis über 20 Grad warmen Wasser des Oslofjords Ferienatmosphäre auf. Besonders schön ist der Strand von Huk.

Kon Tiki Museum
Das Kon-Tiki-Boot im gleichnamigen Museum auf Bygdøy.

Bygdøy ist aber auch bekannt für die zahlreichen Museen. Das Volksmuseum ist die norwegische Version unseres Ballenbergs (Infos unter www.norskfolkemuseum.no ) und bietet einen Einblick in die verschiedenen Häuserformen Norwegens und frühere Lebensweisen. Noch bekannter sind das Kon-Tiki ( www.kon-tiki.no ) rund um den verstorbenen norwegischen Forscher Thor Heyerdahl sowie das Fram-Museum zur dramatischen Geschichte der Polarexpeditionen ( www.fram.museum.no ). Seit der legendären Kon-Tiki-Expedition, der mit zahlreichen neuen Ausstellungen und einer Höhlentour Rechnung getragen wird, sind dieses Jahr übrigens 66 Jahre vergangen. Der Bus Nummer 30 führt in rund 30 Fahrminuten zurück in die norwegische Hauptstadt. Es lohnt sich, für diesen Ausflug zur Halbinsel einen ganzen Tag einzuplanen.

Als neuer Stadtteil gilt Tjuvholmen mit seiner Palette an jungen, hippen und entsprechend teuren Restaurants. Nur, was heisst schon teuer für Schweizer? Die Restaurantpreise haben Schweizer Niveau, die Getränke, vor allem die alkoholischen, sind teurer als in der Schweiz.

Die beste Übersicht über Oslo und sein Umland mit allen Attraktionen, Hotels und Restaurants gibt es auf der offiziellen Homepage des Verkehrsbüros: www.visitoslo.com Im Vorfeld die kostenlose «Oslo – Official City App» herunterladen!

Autor: Reto Wild

Fotograf: Reto Wild