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12. Mai 2014

Krebs: Fatale Hautflecken

Am Hautkrebstag am 12. Mai bieten Dermatologen kostenlose Untersuchungen an. Wer sollte das Angebot nutzen?

Ein Hautarzt untersucht den Arm einer Frau.
Auffällige Hautveränderungen sollten vom Arzt untersucht werden. (Bild: Keystone)

Melanome nehmen stark zu, jedes Jahr werden in der Schweiz laut dem Bundesamt für Statistik (BfS) 2000 neue Fälle diagnostiziert. In den letzten 30 Jahren ist die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen laut BfS bei den Männern um 80 Prozent, bei den Frauen um 50 Prozent gestiegen. Wird der schwarze Hautkrebs in einem frühen Stadium erkannt, können die meisten Patienten erfolgreich behandelt werden.

Am nationalen Hautkrebstag vom 12. Mai und an den darauf folgenden Tagen bieten zahlreiche Dermatologen in der ganzen Schweiz kostenlose Erstuntersuchungen in Praxen und Spitälern an. Doch für wen ist eine Kontrolle überhaupt angezeigt? «Wichtig ist, selber auf Veränderungen der Haut zu achten: Ändert sich etwas in der Grösse, der Form oder der Farbe, das über Jahre gleich war, sollte man es beim Arzt abklären», sagt Nathalie Gerber (38), Programmleiterin Prävention Hautkrebs bei der Krebsliga Schweiz.
Ein erhöhtes Risiko für Melanomerkrankungen hat, wer mindestens eines dieser vier Merkmale aufweist:

■ Mehr als 100 Pigmentmale am Körper

■ In Form und Farbe unregelmässige Pigmentmale

■ Wer eine Hautkrebserkrankung hatte

■ Menschen mit einem geschwächten Immunsystem

Personen mit erhöhtem Risiko empfiehlt Nathalie Gerber, sich besonders gut vor der Sonne zu schützen und sich regelmässig selber auf Hautveränderungen zu untersuchen. Zudem sollten sie mit einem Arzt besprechen, ob eine regelmässige Hautkontrolle nötig ist.

Alle Standorte und Termine für kostenlose Erstuntersuchungen unter:
www.melanoma.ch

Weitere Informationen zur Prävention von Hautkrebs sind abrufbar unter:
www.krebsliga.ch/sonnenschutz

Autor: Daniel Schifferle