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27. Dezember 2016

Bumm, Krawumm – gäääähn!

Müdigkeit noch vor Silvester
Oft kommt die Müdigkeit noch vor Silvester ... (Bild: Getty Images)

Was? Schon wieder Silvester? Och, Mann, das hatten wir doch erst. Ich finde, der 31. Dezember ist der blödeste Tag im Jahr. Ich fürchte mich kein bisschen vor den Böllern. Und auch nicht vor den Luftschlangen und den Küsschen – tröööööt! Ich habe mich auch daran gewöhnt, dass manche Partygänger scheinbar den Weihnachtsbaum plündern, um ihr Outfit aufzuhübschen.

Aber, Leute, müssen wir das wirklich mitten in der Nacht veranstalten? Ginge nicht auch, sagen wir 16 bis 19:30 Uhr? Ich quäle mich doch schon, wenn der «Tatort» wegen einer Sondersendung eine Viertelstunde später anfängt. (Und dann liege ich bereits im Pyjama und mit geputzten Zähnen auf der Couch.)

Am letzten Tag des Jahres ist Couchsurfen aber ein fettes No-Go. Partyyyyy! Als ich noch jung war, bestand der Silvesterstress darin, eine Einladung zur richtigen Party zu bekommen. Wenn das gelang, war das neue Jahr interessanterweise gerettet. Damals war ich aber auch noch jünger und ausdauernder. Genau zur rechten Zeit kam dann die «Wir haben Babys und können leider nicht mitfeiern»-Phase. Doch seit Ida und Eva keinen Brei mehr bekommen, sind wir wieder dabei beim alljährlichen Silvesterspiel. Mist!

Der Jahresausklang mit guten Freunden und aufgedrehten Kindern ist bei uns jeweils gesetzt. Die allgemeinen Regeln wurden, Gott sei Dank, etwas gelockert. Pailletten und Pumps dürfen beispielsweise im Schrank bleiben. Auf unseren Ü-40-Partys muss sich auch kein Gast betrinken. (Obwohl es schon lustiger ist, wenn alles ein bisschen wackelt …)

Es gibt jedoch diese eine Regel, die keinen Deut wankt: bedingungsloses Wachbleiben bis zum zwölften Glockenschlag. Und genau deswegen hasse ich Silvester. Beim letzten Mal übermannte mich die Müdigkeit um genau 22:03 Uhr. Mein Kopf sank Richtung Tischplatte. Als ich aus dem Sekundenschlaf aufschreckte, hingen Raclettefäden in meinen Haaren. Noch Fragen?

Autor: Bettina Leinenbach