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05. Januar 2015

Kleiner Flitzer

Ollie Sphero: Weckt das Kind in Ihnen.
Ollie Sphero: Weckt das Kind in Ihnen.

Ferngesteuertes Auto? Gar eine Modelleisenbahn? Vergangenheit! Das Kind im modernen Mann spielt heute mit Ollie Sphero. Das ist ein kleiner Roboter, der per Smartphone gesteuert auf zwei Rollen durch die Gegend düst. Die Bluetooth-Verbindung funktioniert bis zu 25 Metern – grössere Distanzen mag der 129 Franken teure Ollie nicht.

Ohne den altehrwürdigen Joystick ist die Steuerung des kleinen Flitzers aber eine Kunst. Das mag einerseits an Ollie selbst liegen, der ein Tempo von 20 Kilometer pro Stunde aufs Parkett legt, andererseits aber auch an der Grobmotorik des Steuermanns. Doch mit etwas Übung verstehen auch Fussgänger und Zugfahrer wie ich, wie sich Links- und Rechtskurven oder 180-Grad-Wendungen vollziehen lassen.

Noch etwas kniffliger ist der Trick-Modus, mit dem Mann den Roboter zum Knattern, Blinken und Hüpfen bringt. Weil Ollies Bewegungen aber eher zufällig sind, kommen selten runde Fahrten zustande. Im Gegenteil, Zusammenstösse sind unvermeidlich. Aber das macht nichts: Seine Plastikreifen schützen das Motörchen gegen Stösse und Erschütterungen. Einzig der Akku kann Ollie stoppen – und zwar etwa nach einer Stunde.

Und fragen Sie jetzt nicht nach dem Nutzen! Auch ein Besuch in der Oper, ein Fernsehabend oder die Lektüre eines Krimis nützt nichts. Aber es macht Spass, genau wie ein Ride mit Ollie.

Erhältlich bei Galaxus für 129 Franken

Autor: Reto Vogt