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24. April 2017

Kleine Geometrie des Verarztens

Für die Versorgung kleiner Wunden brauchts nur wenige Hilfsmittel und ein paar clevere Kniffe: So legt man Pflaster, Hautklebefolien und blutstillende Watte rutschfest an.

Der Dreck muss raus», sagt Doris von Siebenthal, Co-Präsidentin der Schweizer Gesellschaft für Wundbehandlung. Wunden bluten lassen, dann mit Trinkwasser spülen, rät sie. «Wichtig ist auch, ob die Tetanusimpfung noch wirksam ist.»

Blutet es sehr stark, hilft ein Mittel, das schon die Seefahrer kannten: Meeresalgen. Heute werden sie als «blutstillende Watte» eingesetzt. Diese besteht aus Kalziumalginatfasern. Ein guter Tipp ist Hautklebefolie. Sie kann als Pflaster dienen und beugt auch Blasen an den Füssen vor.

Bisswunden werden oft unterschätzt, sie können Infektionen auslösen. Am gefährlichsten sind Menschenbisse, gefolgt von Katzen- und Hundebissen. Deshalb sollte man umgehend zum Arzt gehen.

Gut gerüstet für kleine Notfälle:

Das brauchts:

Notfallapotheke
Notfallapotheke

Von oben links nach unten rechts:

Heftpflaster am Stück. Lässt sich individuell zuschneiden

Selbsthaftende Fixierbinde. Schützt und stützt

Sterile Kompressen 10 x 10 cm zum Abdecken

Saubere Schere

Klebepflaster zum Abrollen

Blutstillende Alginat-Watte

Hautklebefolie wie Opsite. Schützt Wunden und beugt Blasen vor

DER ARTIKEL IM Migros-MAGAZIN
Die Doppelseite 96/97 der Ausgabe Nr. 18 (2017) mit allen Zeichnungen als Ergänzung zum Download (PDF, 1,3 MB)

Autor: Martina Frei

Illustrationen: Bruno Muff

Video: Gerda Portner