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24. März 2014

Kindersicher am Computer

Die Betriebssysteme Windows und Mac OS helfen Ihnen, den Nachwuchs vor bestimmten Webseiten zu schützen. Mit diesen Einstellungen geht das ganz einfach.

Eltern sollten ihre Kinder bei den ersten Gehversuchen am Computer begleiten
Eltern sollten ihre Kinder bei den ersten Gehversuchen am Computer begleiten (Bild: Getty Images).

In die Betriebssysteme Windows und Mac OS X integrierte Werkzeuge helfen Ihnen, Kindern den Zugang zu bestimmten Internetsites oder installierten Programmen zu verbieten. Vor dem Einrichten empfiehlt sich jedoch, das Gespräch mit dem Nachwuchs zu suchen und zu erklären, was Sie unter altersgerechten Inhalten verstehen. Eine Zugangssperre wirkt nur dann, wenn Ihre Kinder verstehen, weshalb sie gewisse Seiten nicht sehen sollten. Denn: Meistens sind sie ohnehin clever genug, sich das Gewünschte auf anderen Wegen (z.B. via Smartphone von Kollegen etc.) zu organisieren.

Wenn Sie die technischen Hilfsmittel nutzen möchten, nachfolgend die Anleitungen für Mac OS X und Windows 8. Unter älteren Versionen der Betriebssysteme finden Sie ähnliche Funktionen.

Ausgangslage

Bei beiden Betriebssystemen müssen Sie für Ihre Kinder ein eigenes Benutzerkonto einrichten, das keine Admin-Rechte besitzt. Darüber hinaus ist empfehlenswert, jeweils das standardmässig aktivierte Gastkonto auszuschalten und Ihr eigenes Benutzerkonto mit einem sicheren Passwort zu schützen. Alle Einstellungen nehmen Sie bei Mac OS X unter Systemeinstellungen / Benutzer und bei Windows 8 unter Systemsteuerung / Benutzerkonten und Family Safety vor.

Mac OS X

Starten Sie unter Systemeinstellungen / Kindersicherung und klicken Sie unten aufs Schloss-Symbol, um sich als Administrator einzuloggen. Jetzt wählen Sie in der linken Spalte das zu schützende Benutzerkonto aus klicken Sie Kindersicherung aktivieren.

In einem zweiten Schritt gehts darum, die gewünschten Einstellungen vorzunehmen. In den fünf Reitern System, Inhalt, Mail & iChat, Zugriffszeiten und Protokolle können Sie unter anderem den Zugriff auf bestimmte Programme untersagen, problematische Websites sperren, zulässige Kontakte für Mails und Chats erfassen, die PC-Nutzung nur zu gewissen Tageszeiten erlauben und nicht zuletzt einsehen, was das Kind am Computer gemacht hat.

Windows 8

Öffnen Sie Systemsteuerung / Benutzerkonten und Family Safety und doppelklicken Sie das Konto Ihres Kindes. Dort aktivieren Sie «Family Safety» und schalten auf Wunsch zusätzlich die «Aktivitätsberichterstattung» ein. Im gleichen Fenster lassen sich Webinhalte filtern, Zeitlimits festlegen sowie Programme und Spiele sperren. Versuchen die Kinder etwas Unzulässiges zu besuchen oder zu öffnen, erhalten Sie eine Meldung eingeblendet, dass die Zustimmung der Eltern erforderlich ist.

Fragwürdige Protokolle: Beide Systeme ermöglichen wie erwähnt, die Aktivitäten der Kinder am Computer zu protokollieren und damit zu beobachten. Das bedeutet einen zu starken Eingriff in die Privatsphäre der Kleinen.

Autor: Reto Vogt