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23. September 2013

Das Kesch-Gebiet mit einer neuen App erwandern

Brandneu: Wandern mit der GPS-basierten Smartphone-App «Expedition Kesch». Sie ist interaktiv und lenkt durch das Kesch-Gebiet im Parc Ela.

Porchabella Gletscher
Porchabella Gletscher mit Gämswurz (Bild: zVg/Lorenz A. Fischer).

Die kostenlose App führt auf drei Routen zu 39 Punkten im Kesch-Gebiet bei Bergün GR. Unterstützt durch Kurztexte, Audiobeiträge und Bilder erfährt man etwa Details über Gletscherrückgang, Klimawandel und Energienutzung.

Auf der Route 1 «Mit Spiertin auf den Spuren der Eiszeit» von Chants zur Kesch-Hütte SAC entdecken Kinder ab 8 Jahren und ihre Eltern mit dem Gletschergeist Spiertin die Geheimnisse rund um den Rückzug des Porchabella-Gletschers und machen sich bei einem Quiz auf die Suche nach dem Schlüssel für die Zukunft.

Auf der Route 2 «Expedition ins Land der Extreme» führt die App ins Gletschervorfeld des Porchabella-Gletschers. Im Gelände erlebt man die Dynamik des Gletschervorfelds und hört man in Audiobeiträgen von einem Gletschervermesser, einer Kennerin der Schweizer Gletschervorfelder und einem Archäologen über die Geschichte des Gletschers, das Leben im sich ständig wandelnden Lebensraum und den Fund einer Gletscherleiche.

Und schliesslich erklärt ein Architekt und der Hüttenwart der Kesch-Hütte auf der Route 3 «Energieweg rund um die Kesch-Hütte» die Energiegewinnung der Hütte mit Sonnenkollektoren, Solarzellen, einem kleinen Wasserkraftwerk und zwei Windgeneratoren sowie Zusammenhänge zwischen Energienutzung und Klimawandel im Hochgebirge. Laden Sie die App für Android und iPhone gratis herunter.

Der Parc Ela ist übrigens der grösste Naturpark der Schweiz und befindet sich bei den Alpenpässen Albula, Julier und Septimer. 19 Parkgemeinden arbeiten gemeinsam daran, die regionale Wirtschaft zu stärken, Natur und Landschaft zu schützen und das kulturelle Erbe zu bewahren. Besonders malerisch ist das Val Tuors, ein Seitental des Albulatals. Es ist Heimat von Steinböcken, Gämsen, Hirschen, Rehen, Murmel-tieren oder Steinadlern. Übernachtungstipp: Das Kurhaus Bergün wurde «Historisches Hotel des Jahres 2012».

Welches ist Ihre Lieblingsapp beim Reisen in der Schweiz? Etwa «Swiss Hike» oder die Städteführer von Schweiz Tourismus? Ich bin auf Ihre Meinung gespannt.

Autor: Reto Wild