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05. Mai 2014

Katzen(ge)jammer

Im Garten der «Bohne, Bluescht & Berger»-Bloggerin steigen Nacht für Nacht wilde Partys. Die Hinterlassenschaften darf sie dann wegräumen.

Asrael, Katze aus "Die Schlümpfe", als Plastikfigur
Um «Lämpe» mit den Nachbarn zu vermeiden, hier mit Asrael aus «Die Schlümpfe» nur ein Symbolbild zum Thema... ;-)

Einfach, damit das klar ist: Ich mag Katzen. Sehr sogar. Nur: Seit unsere eigene Katze Ginger McMonster im stolzen Alter von 18 Jahren in den Katzenhimmel disloziert hat, habe ich so meine Mühe mit den Stubentigern.

Grund dafür ist, dass die meisten Katzen nicht nur Stuben-, sondern eben auch Gartentiger sind: Und da der «Bohnebluescht»-Garten mit McMonsters Dahinscheiden sozusagen besitzerfrei ist (liebe Gärtner, die ihr meint, Euer Garten sei Euer, vergesst es!), feiern nun all unsere Nachbarschaftskatzen (und das sind Dutzende) ihre Partys im ehemaligen McMonster-Revier.

Nichts gegen Partys, schliesslich war auch ich mal jung und wild. Und ein richtiger Kater mit entsprechendem Katzenjammer kann eine Lehre fürs ganze Leben sein. Wenn aber der Kater ein tierischer Kater ist, und das Katzengejammer nachts um zwei unter unserem Schlafzimmer ertönt, werde ich ungnädig. Richtiggehend gereizt aber werde ich, wenn ich am nächsten Morgen zwischen zart spriessendem Schnittsalat, vorwitzigen Buschbohnenkeimlingen und dem ersten Erdöpfelgrün zwar nicht Bierflaschen zusammensammeln muss, dafür aber haufenweise Katzensch...immel.

Damit jedoch nicht genug: Im Bohnebluescht-Garten wird nicht nur nachts gefeiert, sondern tagsüber auch gechillt, meist am Pool respektive Teich. Dort werden ja schliesslich auch die feinsten Häppchen sozusagen frei Schnauze serviert: Libellen, Blindschleichen, Molchis, Jungvögel – halt alles, was so kreucht und fleucht.

Und wenn die Gartentiger dann das ganze Sortiment angekaut haben (wirklich fressen tun sie nicht, dafür sind sie zu sehr auf dem Whiskas-&-Co.-Trip), dann ziehen sie sich nicht etwa in ihre eigenen Gärten zurück, nein, dann wetzen sie entweder ihre Krallen an meinem Chriesibaum oder sie pinkeln an eine meiner heiligen Buchsbaumkugeln.

Gummikatze von hinten
Und was sagt die Quelle des Ärgers zum Thema? Lupft den Schwanz und...

Und spätestens dann ist der Moment, in dem ich so fuchsteufelswild werde, dass ich mir die Wasserpumpaction meines Sohnemanns schnappe und wild um mich ballernd und laut schreiend durch den Garten rase. Was zugegebenermassen ziemlich peinlich ist, bin ich doch schliesslich nicht mehr ganz so jung und wild, wie ich gern wäre.

Und darum sehe ich zurzeit eigentlich nur zwei Optionen: Entweder wir legen uns wieder einen eigenen Gartentiger zu, der brav sein Revier verteidigt. Oder wir aber kaufen uns einen Hund. Ich schwanke noch!

Hund oder Katze? Oder habt Ihr vielleicht sonst eine Idee, wie Frau Bohnebluescht ihr Gartentigerproblem in den Griff bekommt? Teilt sie uns in einem Kommentar mit, oder erstellt einen eigenen Artikel inklusive Fotos (Infos zu beidem siehe rechts).

Autor: Almut Berger

Fotograf: Almut Berger