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01. September 2014

Jetzt haben wir den Scheiss!

Die Hühner erobern den «Bohne, Bluescht und Berger»-Garten. Scharrend? Nein, kackend!

Hühnerkacke in Grossaufnahme
Wer Eier von eigenen Hühnern will, muss gewisse Nebenwirkungen in Kauf nehmen.

Keine Ahnung, warum sie gerade jetzt der Hafer sticht. Auf jeden Fall haben Pokemon, Nana Mouskouri und Idefix entdeckt, dass ännet dem Hag das Gras viel grüner ist. Bis anhin hatten sie sich jeweils nur dezimeterweise aus ihrem Hühnerhof aufs Vorplätzli getraut, um bei jedem vorbeiflatternden Spatz - es könnte ja ein Raubvogel sein! – laut gackernd in den sicheren Stall zurückzustürzen. Dass sie in der Aufregung gern mal in die Hose respektive aufs Vorplätzli machten, war darum nicht wirklich systemrelevant, weil gleich nebenan die alte Badewanne mit meinem Giesskannendepot steht und somit jedes Malheur rasch weggespült war.

Nun aber haben meine Hüehntschis die grosse Freiheit entdeckt und hühnern in der Folge stundenlang irgendwo im Garten herum, lassen da ein Blättli mitlaufen und krallen sich dort ein Beeri. Was so weit alles legitim wäre, profitiere ich doch schliesslich von diesen Beutezügen in Form von 1-a-Qualitätseiern von sehr freilaufenden und damit sehr glücklichen Hühnern.

Dummerweise resultieren aus dem Schnabulieren aber nicht nur Eier, sondern eben auch Reststoffe, die via Kloake (ja, so heisst das beim Federvieh) ausgeschieden respektive (Achtung, Fäkalsprache) gekackt werden. Und diese Reststoffe in (meist) Häufchenform liegen dann überall dort, wo man ihnen nicht wirklich gern begegnet: auf der Fussmatte vor der Terrassentür, im Sandkasten, auf dem Holzbänkli vor dem Schopf, auf dem Bistrottischli beim Teich, ja selbst auf meinem Schaukelhängestuhl im Chriesibaum. Nur in der Hängematte vor der Haustüre und in Sohnemanns Baumhaus haben die drei Damen bisher noch keine Zeichen gesetzt, aber auch das ist nur eine Frage der Zeit.

Und so stehe ich jetzt vor einer schwerwiegenden Entscheidung: 1-a-Qualitätseier von sehr freilaufenden und damit sehr glücklichen Hühnern? Oder 1-b-Qualitätseier von etwas weniger freilaufenden und damit etwas weniger glücklichen Hühnern

PS: Ich habe mit der All-überall-Hühnerkacke noch aus einem anderen Grund den Scheiss: Fast hätte ich nämlich meinen Herzensmann so weit gehabt, auch noch Laufenten zuzutun. Das hat sich hiermit aber wohl erledigt - ausser jemand erfindet Windelhösli fürs Federvieh!

Autor: Almut Berger

Fotograf: Almut Berger