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17. Mai 2016

Das Jahrhundertbauwerk

Der Gotthard-Basistunnel ist mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt. Am 1. Juni wird er eröffnet - 69 Jahre nach der ersten Idee für die Nord-Süd-Verbindung. Fakten und Geschichte in der Infografik.


DIE INFOGRAFIK

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Infografik zum neuen Gotthard-Tunnel
Die Infografik zum neuen Gotthard-Tunnel

VON DER IDEE BIS ZUR ERÖFFNUNG

Meilensteine aus 69 Jahren

1947: Ingenieur und Verkehrsplaner Carl Eduard Gruner entwirft eine erste Idee eines Gotthard- Basistunnels als Teil eines Schnellbahnsystems.

1971: Der Bundesrat erteilt den SBB den Auftrag, ein Bauprojekt für die Gotthard-Basislinie Erstfeld–Biasca auszuarbeiten. 1975 liegt das Projekt vor.

1989: Der Bundesrat beschliesst eine Netzvariante aus Gotthard-Basis- tunnel, Lötschberg-Basistunnel und Hirzeltunnel (als Anbindung an die Ostschweiz).

1992: Das Stimmvolk akzeptiert die Neue Eisenbahn-Alpentransversale (Neat). Im Oktober 1993 beginnen die Sondierbohrungen in der Piora-Mulde.

1995: Der Bundesrat genehmigt die Linienführung mit den Tunnelportalen Erstfeld im Norden und Bodio im Süden. 151,8 Kilometer Tunnelsystem werden geplant.

1998: Die Sondierarbeiten am Sorgenkind Piora-Mulde ergeben: Das Gestein auf Tunnelhöhe ist fest genug für die Bohrarbeiten und Sprengungen.

1999: Mit den ersten Sprengungen in Amsteg UR beginnen die Bauarbeiten auf der Alpennordseite offiziell. Im Juli 2000 folgen erste Sprengungen in Bodio TI.

2010: Zwischen Sedrun GR und Faido TI erfolgt der erste Hauptdurchschlag. Die 57 Kilometer der Oströhre sind vollständig durchbrochen.

Das Projekt in Zahlen

57 km Tunnel-Gesamtlänge

Kosten: 12,2 Mrd. Franken

2,3 km max. Felsüberlagerung

4 Mio. m3 Beton

28,2 Mio. t ausgebrochenes Material

125'000 t Stahlbögen

46 Grad max. Gesteinstemperatur

3200 km Kupferkabel

Autor: Yvette Hettinger

Infografiken: Michael Stünzi